Die Favoriten marschieren ins Halbfinale

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Fair geht vor: Was Marcel Renner als Ehrenkodex vorlas, beherzigten die Spieler.

FC Türk Gücü, FC Eitting, SpVgg Altenerding und die Eichenrieder Minimalisten setzen sich durch

Turbulent ging es, wie erwartet, bereits in den Vorrundenspielen zu. In der Gruppe 1 hatte am Ende der FC Türk Gücü mit drei Siegen die Nase vorn. Zweiter wurde Gastgeber SV Eichenried, der sich als Minimalist präsentierte: Zwei Tore reichten zu sechs Punkten und damit zum Einzug ins Halbfinale. In der Gruppe 2 war der FC Eitting die große Überraschung. Er schnappte sich mit drei Siegen Platz eins. Gleich dahinter folgte Titelverteidiger SpVgg Altenerding, der gegen Eitting verlor.

Gruppe A

SV Eichenried – TuS Oberding 1:0 – Ein offener Schlagabtausch war die Auftaktpartie. Auf Oberdinger Seite hatte Vito Hirner erste Tormöglichkeiten, und der technisch versierte Elias Vebzic war kaum vom Ball zu trennen. Eichenrieds Kleinster, Rodrigo „Rudi“ Esteves, setzte mit der ersten Großchance ein Zeichen. Der SVE kam in der Folge zu sehr guten Tormöglichkeiten. Dennoch musste ein Siebenmeter nach einem Foul an Maxi Beer die Entscheidung bringen. Esteves verwandelte sicher. Die Latte verhinderte den Ausgleich, als Oberdings Basti Huber von der Mittellinie abgezogen hatte.

FC Erding – FC Türk Gücü Erding 0:2 – Geheimtipp Türk Gücü zeigte von Anfang an, dass mit ihm zu rechnen ist. Spielerisch stark dominierte die Truppe von Trainer Gökmen Uluhan und seinem Co Shaban Vranovci den Lokalrivalen. Nach einem Pfostenschuss von Arda Ucakli war es wenig später Patrik Beslic, der eine Traumkombination per Kopf zum 1:0 abschloss und seinen Treffer mit einem Handstandüberschlag feierte. Das 2:0 verhinderte FCE-Torwart Henry Schwarz mit einer tollen Parade. Machtlos war er in der zweiten Hälfte, als Ahmet Darici überlegt zum 2:0-Endstand einschoss.

SV Eichenried – FC Türk Gücü Erding 0:1 – Wie das Auftaktspiel wurde auch diese Partie durch einen Strafstoß entschieden. Arda Ucakli war gefoult worden, und Haki Vranovci verwandelte sicher. Der Torschütze erinnerte nicht nur wegen seiner Haarpracht, sondern auch wegen seiner Spielweise an Chelseas Brasilianer David Luiz. Zusammen mit Kapitän Amet Darici hielt er hinten den Laden dicht. Der SVE war in einem Duell voller Spielwitz ein ebenbürtiger Gegner. Nicht umsonst sollten sich beide Teams dann auch im Finale gegenüberstehen.

TuS Oberding – FC Erding 1:3 – Der Verlierer dieser Partie hatte keine Chance mehr aufs Halbfinale. Die Oberdinger gingen durch Vito Hirner schnell in Führung, der kurz darauf per Direktabnahme den Ball an den Pfosten setzte. Nach einem weiteren Aluminium-Treffer, diesmal durch Elias Vebdzic, kam der FC Erding überraschend zum Ausgleich durch Jan Golobic. Zu Beginn der zweiten Hälfte blieb TuS-Torwart Felix Kaiser zunächst Sieger gegen Gjorgi Maxhera, ehe Oberding das Heft wieder in die Hand nahm, aber sich gegen die von Heinrich Hasse erstklassig organisierte Abwehr nicht durchsetzen konnte. Prompt schlossen die Erdinger kurz vor Schluss zwei Konter durch Lukas Osterloher und Maxhera zum 3:1 ab.

FC Türk Gücü Erding – TuS Oberding 2:1 – Auch im dritten Gruppenspiel musste sich Oberding knapp geschlagen geben. Trotzdem lieferte der TuS dem besten Team des Turniers einen beherzten Kampf. Yusuf Yalcins 1:0 beantwortete Oberding prompt. Das sah schon einstudiert aus, wie Michelle Schulze den weiten Ball von Torhüter Felix Kaiser weiterleitete und Hirner abschloss. In einem offenen Schlagabtausch mit einem Chancenfestival war der Siegtreffer durch Patrik Beslic für das sehr kombinationsstarke Türk Gücü nicht unverdient.

FC Erding – SV Eichenried 0:1 – Wer zieht zusammen mit Türk Gücü ins Halbfinale ein? Das war die Frage vor dem letzten Spiel der Gruppe A. Dem FC Erding hätte ein Unentschieden genügt. Die erste Chance hatten die Erdinger, aber SVE-Torwart Vinzent Steidler lenkte einen Freistoß von Heinrich Hasse an die Latte. Im Gegenzug wurde Maxi Beer in letzter Sekunde abgeblockt. In der zweiten Hälfte die Eichenrieder Führung: Erdings Keeper konnte einen Freistoß von Rodrigo Esteves nur abklatschen, und Max Schober staubte zum 1:0 ab. Dieses Resultat verteidigten die Gastgeber bis zum Schlusspfiff und hatten damit das Halbfinal-Ticket gelöst.

Gruppe B

TSV Grüntegernbach – FC Eitting 1:2 – Grüntegernbach kam besser in die Partie. Alexander Greimel köpfte übers Tor, und Jakob Fertl traf zum 1:0. Alin Selmani scheiterte nach einer Einzelaktion an FCE-Keeper Maximilian Deutinger. Mit tollem Direktschuss gelang FCE-Kapitän Elias Altmann der Ausgleich. Als Lorenz Lange nach Altmann-Ecke goldrichtig zum 2:1 postiert war, hatte Eitting die Partie gedreht. Vor allem in der zweiten Hälfte verdiente sich der FCE den Sieg mit weiteren sehr guten Tormöglichkeiten.

BSG Taufkirchen – SpVgg Altenerding 1:2 – Nach torloser erster Hälfte erwischten die Altenerdinger nach Wiederanpfiff den besseren Start. Allerdings unter Taufkirchener Mithilfe, denn Jacob Eifrig unterlief ein unglückliches Eigentor. Wenig später wurde Altenerdings Elias Faust im Strafraum gefoult, Enes Cosickic verwandelte den Siebenmeter sicher zum 2:0. Das war die Vorentscheidung. Die Taufkirchener steckten zwar nie auf, das 1:2 nach einem schönen Schrägschuss von Tim Fischbeck kam jedoch zu spät.

TSV Grüntegernbach – SpVgg Altenerding 0:4  – Altenerding sprühte nur so vor Spielfreude. Grüntegernbach versteckte sich keinesfalls und hatte auch ein paar sehr gute Möglichkeiten. Gegen Dani Schmid musste SpVgg-Keeper Florian Neueder schon alles aufbieten. Aber innerhalb von zwei Minuten sorgten Elias Faust und Sebastian Jünke für eine Vorentscheidung. Der TSV steckte nicht auf, kassierte aber noch zwei weitere Gegentreffer durch Faust, darunter ein Siebenmeter.

FC Eitting – BSG Taufkirchen 1:0 – Vor allem Tim Fischbeck wirbelte in der ersten Hälfte die Eittinger Abwehr ordentlich durcheinander, aber FCE-Torwart Maxi Deutinger war nicht zu bezwingen. Bei einem der wenigen Eittinger Entlastungsangriffe wurde Lorenz Lange in halblinker Position gefoult, und Jakob Beil versenkte den Freistoß zum 1:0. Auch in der zweiten Hälfte hatten die Taufkirchener ein optisches Übergewicht, rannten aber letztlich vergeblich an. Damit war der Eittinger Halbfinal-Einzug perfekt, während die BSG aus dem Rennen war.

SpVgg Altenerding – FC Eitting 1:3 – Im Duell von zwei spielerisch sehr guten Teams dominierte zunächst Altenerding. Lukas Kronthaler scheiterte am Torpfosten und Elias Faust am Torhüter. Eitting befreite sich allmählich. Mit seinem ersten Schuss zielte Lorenz Lange noch daneben, aber Versuch Nummer zwei passte zum 1:0. Mit offenem Visier ging es nach dem Seitenwechsel weiter. Die Tore machte zunächst Eitting durch Jakob Beil und Torhüter Deutinger, dessen weiten, sowie tückisch aufspringenden Abschlag SpVgg-Keeper Florian Neueder nicht festhalten konnte. Der nachstochernde Noah Strobl wäre auch noch zur Stelle gewesen. Nach dem Ehrentreffer der SpVgg durch Sebastian Jünke gewann SpVgg-Keeper Neueder noch ein Siebenmeter-Duell gegen seinen FCE-Kollegen Deutinger.

BSG Taufkirchen – TSV Grüntegernbach 1:0 – In der Abschlusspartie der Gruppe B ging es nur noch um Platz drei und vier. Dennoch agierten beide Teams kämpferisch stark und sehr körperbetont. Eine Chance von Grüntegernbachs Basti Otter vereitelte BSG-Torwart Samuel Berger. Auf der Gegenseite war die TSV-Abwehr Sekunden vor der Pause unaufmerksam, und der ungedeckt am langen Pfosten lauernde Tobias Lechner grätschte den Ball zum 1:0 über die Linie. Nach dem Wechsel drängte Grüntegernbach auf den Ausgleich, der wollte aber nicht mehr fallen.

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