Moosinning siegt im Achter-Krimi

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Die weibliche E-Jugend des FC Moosinning hat ihren dritten Platz verteidigt. 

Die weibliche E-Jugend des FC Moosinning hat mit einer nahezu komplett neuen Mannschaft ihren dritten Platz aus dem Vorjahr im großen Merkur CUP-Finale verteidigt. Das kleine Endspiel beim FC Puchheim war ein Nerven-Krimi. Turniersieger wurde der FFC Wacker München.

Von Hans Moritz

Puchheim/Moosinning – Mitten im Spiel um Platz drei zwischen dem FC Moosinning und dem TSV Grasbrunn brauste ein Rettungswagen heran. Eine unbeteiligte Spielerin hatte sich am Arm verletzt. Den Sanka hätten aber auch die Zuschauer des Spiels um Platz drei beim großen Merkur CUP-Finale in Puchheim (Kreis Fürstenfeldbruck) gebrauchen können. Denn das kleine Endspiel im größten E-Jugendturnier der Welt war wahrlich nichts für schwache Nerven.

Der FC Moosinning wurde von Grasbrunn in die Defensive gedrängt. Einige gefährliche Torschüsse gingen knapp am Tor vorbei. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hielt Keeperin Sarina Ziegler einen Achtmeter nach Handspiel. Dennoch musste der FCM mit einem 0:1-Rückstand in die Pause. Kurz danach glich Yanica Moritz aus, Nina Geiger erhöhte auf 2:1. Doch unmittelbar vor dem Abpfiff gelang Grasbrunn erneut der Anschluss. Die Nachspielzeit verlief torlos. Nun musste das Achtmeterschießen entscheiden. „Was für ein Krimi“, meinte Jugendleiter Max Kaifel. In dem zeigten die „Supermädelz“ die stärkeren Nerven. Erneut Moritz und Vanessa Neubert trafen zum 4:3-Endstand.

Damit waren die Moosinningerinnen, die im Punktspielbetrieb Tabellensechste sind, viel weiter gekommen als erhofft. Denn in der Zwischenrunde im eigenen Stadion vor zwei Wochen hatte sich die Mannschaft um Matthias Geiger, Marco Spinello und Carina Wöll nur mit Ach und Krach fürs Finale qualifiziert. Zum dritten Mal spielte eine weibliche E-Jugend des FCM im Mädels-Finale, das seit 2013 ausgerichtet wird. Einmal stand ein achter und 2017 schon einmal ein dritter Platz zu Buche.

Das Turnier hatte für die Supermädelz optimal begonnen. Der Macron-Store München hatte die Mannschaft mit neuen Trikots ausgestattet – einschließlich Aufdruck der Namen und des Finaltags, alles Unikate. Überreicht wurden sie von Sponsor Jakob Schuhmann.

Mit Elan startete der FCM und schlug den FC Ottobrunn 2:1. Die Tore erzielten Moritz und Lici G. Der Dämpfer folgte auf dem Fuß: Gegen den TSV Grasbrunn, dem man später noch einmal gegenüberstehen sollte, setzte es ein 0:1. Die Scharte ausgewetzt wurde gegen den FC Fasanerie-München, der sich 0:3 geschlagen geben musste. Die Treffer steuerten Lici G. (2) und Vroni Wimmer bei.

Damit hatte sich der FCM fürs Halbfinale qualifiziert – und traf ausgerechnet auf den Angstgegner und klaren Favoriten FFC Wacker München. Dem musste man sich trotz lange Zeit Spiels auf Augenhöhe 0:2 geschlagen geben. Darunter war ein Hand-Achtmeter, der für die sonst glänzend parierende Ziegler nicht zu halten war. Später gewann Wacker den Merkur CUP gegen die Gastgeber vom FC Puchheim verdient mit 1:0 Toren. " MM-Sport

Der Kader:

Sarina Ziegler, Anna Anzenberger, Nina Geiger, Lici G., Emma Hirner, Laura Krüger, Franziska Lommer, Yanica Moritz, Medina Musliji, Vanessa Neubert und Vroni Wimmer.

Mitspielerinnen gesucht:

Der FC Moosinning gibt Mädchen die Möglichkeit, in der E-, D- und C-Jugend sowie in der Damenmannschaft mitzuspielen. Infos bei Jugendleiter Max Kaifel unter Tel. (01 51) 20 42 28 37.

Der Merkur CUP

ist das weltweit größte E-Jugendturnier. Es wird vom Münchner Merkur sowie dem BFV veranstaltet und von den Premiumsponsoren ESB Energie Südbayern, Bavaria Filmstadt, Cewe Stiftung & Co. KGaA, frostkrone Tiefkühlkost GmbH, Überkinger GmbH, 1X1Sport sowie dem Ausrüster macron gefördert. Außerdem unterstützen der FC Bayern, die SpVgg Unterhaching und der TSV 1860 das Turnier. Als lokaler Sponsor unterstützt der Kreisverband der Volks- und Raiffeisenbanken den Wettbewerb. Weitere Förderer: FC Bayern Erlebniswelt, Allianz Arena, Alpenbauer, Howe und Geldhauser.

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