Tolle Atmospäre bei der SpVgg Unterhaching

Merkur CUP: VfR Garching sogar im Halbfinale - SV Lohhof überragt in der Vorrunde

Warten aufs Einlaufen: Garchinger Spieler (rot) betrachten vor dem Halbfinale die Preise, die auf die Sieger warten.
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Warten aufs Einlaufen: Garchinger Spieler (rot) betrachten vor dem Halbfinale die Preise, die auf die Sieger warten.

Richtig gut verkauft haben sich die vier U11-Teams aus dem Norden und Osten des Münchner Landkreis beim Merkur CUP der Besten der Besten.

Landkreis – Nur die in ihrer schweren Vorrundengruppe wacker kämpfenden Kicker des SV Heimstetten mussten schon nach dem ersten Turniertag im Unterhachinger Sportpark die Segel streichen. Dagegen erreichte der VfR Garching sogar das Turnier-Halbfinale.

Dass es dort eine 0:4-Niederlage gegen die SpVgg Unterhaching setzte und auch das Spiel um Platz drei gegen die FT Starnberg 09 mit 1:3 verloren wurde, tat der Freude von Trainer Dominik Dyllick keinen Abbruch: „Wir sind glücklich über den vierten Platz. Es war zwar unser Ziel, nicht gleich wieder heimzufahren. Aber das hätten wir am Anfang nicht erwartet.“

Mir sind zwei Dinge wichtig: Dass die Kinder einen schönen Tag hatten und dass sie inhaltlich etwas mitgenommen haben. Das ist gelungen. Ob es dann Platz fünf ist, darauf kommt es mir nicht an

Daniel Cohn vom FC Ismaning.

Direkt hinter den Garchingern reihte sich nach einem 4:2 gegen den TSV Dachau 1865 im Spiel um Rang fünf der FC Ismaning ein. Die Euphorie über die respektable Platzierung hielt sich bei Coach Daniel Rohn allerdings in Grenzen: „Platz fünf liest sich gut. Aber da bin ich ganz ehrlich: Das interessiert die Eltern, mich weniger.“ Rohn wertete das Turnier, unabhängig von den Resultaten, trotzdem als Erfolg: „Mir sind zwei Dinge wichtig: Dass die Kinder einen schönen Tag hatten, mit einer Atmosphäre und in einem Umfeld, wie sie es nicht oft erleben. Und dass sie inhaltlich etwas mitgenommen haben. Das ist gelungen. Ob es dann Platz fünf ist, darauf kommt es mir nicht an.“

Sportlich gesehen erlebte der SV Lohhof einen grandiosen ersten Tag mit einem Durchmarsch in der Vorrundengruppe. „Wir hatten schon gehofft, dass wir weiterkommen, aber es hat mich überrascht, wie souverän das geklappt hat“, sagte Manager Markus Wehrle nach elf Punkten und 10:0 Toren. „Die Jungs hatten einen richtig guten Tag.“ Nach vier knappen Niederlagen am zweiten Tag blieb dem SVL-Nachwuchs allerdings nur der achte Rang. Wehrle nahm es gelassen: „Die Ergebnisse waren natürlich nicht nach unserem Geschmack, aber trotzdem waren wir zufrieden, weil wir gesehen haben, dass wir auch mit den stärkeren Mannschaften ganz gut mithalten konnten.“ Lohhofs Trainer Erich Povazsky betonte, dass der Wert gerade dieses Merkur CUP der Besten der Besten ohnehin weit über den sportlichen Aspekt hinausgehe: „Es ist schön und sehr wichtig für die Jungs, dass sie in so einem Turnier nach der Coronaphase sehen, dass man auch wieder in einer großen Gemeinschaft etwas erleben kann, unabhängig vom Ergebnis.“

„Das ist absolut die Champions League, wenn man sieht, wie hier einer für den anderen rennt und kämpft.“

Lino Ballof vom SV Heimstetten

Das war auch der Tenor in den anderen Lagern. „Es ist cool, man trifft neue Leute, neue Trainer, spielt gegen andere Mannschaften, die auch von weiter herkommen, wie Murnau oder Lenggries. Und die Kinder fanden es toll, in einem richtigen Fußballstadion zu spielen. Alle hatten ihren Spaß“, sagte Garchings Dyllick. Auch Rohn schwärmte von der „tollen Atmosphäre, in diesem schönen Stadion und einer Super-Kulisse mit all den Eltern.“

Für Manfred Schwabl, Präsident der SpVgg Unterhaching und Schirmherr des Merkur CUP, war damit der Zeck des Turniers voll erfüllt: „Ich habe in der Coronapause immer wieder gehört, dass vor allem die sozialen Kontakte abgegangen sind. Es geht darum, sich das Feeling wieder zu holen, bevor es nächstes Jahr hoffentlich wieder den richtigen Merkur CUP mit allen seinen Runden gibt. Denn der ist für die Nachwuchskicker im Vergleich zur normalen Liga wie die Champions League.“

Eine Einschätzung, die auch Lino Ballof, Trainer der unglücklich gescheiterten Heimstettner, bestätigte: „Das ist absolut die Champions League, wenn man sieht, wie hier einer für den anderen rennt und kämpft.“ (Umberto Savignano)

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