Noch so gefragt wie vor 30 Jahren

Anschauungsunterricht hautnah: Der Nachwuchs darf Ballakrobatik-Meister Reindl bewundern.
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Anschauungsunterricht hautnah: Der Nachwuchs darf Ballakrobatik-Meister Reindl bewundern.

Alfred „Magic“ Reindl erzählt aus seinem Leben als Ballakrobat – Zu Besuch bei Maradona

Fünfmal schon war Alfred Reindl bei Fußball-Weltmeisterschaften aktiv im Einsatz, gar sechsmal bei Europameisterschaften: Daran, dass er mit dem Ball umgehen kann, besteht also kein Zweifel. Doch Reindls Metier ist weder die Torjagd noch der öffnende Pass, und die Blutgrätsche schon gar nicht. Der 54-Jährige ist Ballakrobat, er erhebt sogar den Anspruch, der beste der Welt zu sein. Selbst Diego Maradona sei von seinen Künsten schlichtweg begeistert gewesen, so Reindl: „Ihn habe ich beim UEFA-Cup-Endspiel 1989 in Stuttgart kennengelernt, 1990 habe ich ihn bei der WM wiedergetroffen, und er hat mich dann in Neapel zu sich persönlich eingeladen.“

Doch bei allem Stolz über die prominente Bekanntschaft: Reindls Herz schlägt auch für die bodenständige Seite des Fußballs: „Ich trete jedes Wochenende auf, oft bei kleinen Vereinen, zum Beispiel bei Jubiläen. Und der Merkur CUP macht besonders Spaß“, sagt er. Beim großen Finale 2019 verzauberte er mit seinem Auftritt nach der Gruppenphase nicht nur Publikum und Teilnehmer, er bezog auch Nachwuchskicker aus allen Teams in seine Show mit ein. „Den Kindern kannst du etwas mitgeben“, findet Reindl, dessen Motto lautet: „Weg vom Handy, hin zum Fußball.“

So leichtfüßig seine Tricks („Ich habe alle selbst erfunden“) aussehen, so harte Arbeit steckt dahinter. Das sei wichtig, wenn man damit wirbt, der beste der Welt zu sein. „Man muss mindestens zwei Stunden täglich trainieren“, so Reindl, der in jungen Jahren auch im Fußball als Mannschaftssport aktiv war. „In der Jugend habe ich gegen Wiggerl Kögl gespielt, er war beim FC Penzberg, ich beim BSC Oberhausen. Er hatte aber den Vorteil, dass er brutal schnell war.“ Dann entschied sich Reindl bald für das, was er kann wie kaum ein zweiter: „Ich habe einen anderen Weg eingeschlagen, und ich bin noch genauso gefragt wie vor 30 Jahren. Das ist bei einem Fußball-Profi nicht der Fall.“

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