„Eine tolle Partnerschaft“

Der Fußball-Boss und die Merkur CUP-Trophäen: Rainer Koch, Interimspräsident des DFB.

BFV-Präsident Rainer Koch war beim Finalturnier vor Ort – und ist weiterhin begeistert vom Merkur CUP

Rainer Koch war einer der prominentesten Gäste beim Finale des Merkur CUP. In seiner kurzen Rede hob der BFV-Präsident und DFB-Interimspräsident das Engagement der an der Organisation beteiligten Menschen hervor, stellvertretend erwähnte er zwei davon: „Uwe Vaders ist das Gesicht des Merkur CUP“, sagte Koch, und: „Ich danke Martin Kölbl und dem Team der BFV-Mitarbeiter.“ Er betonte aber auch, warum der Wettbewerb „so wichtig für diese Altersklasse“ ist: „Jeder, der bei der WM 2034 spielen wird, ist heute schon geboren. Und alle spielen jetzt schon im Verein, aber wahrscheinlich nicht in einem Profiverein, sondern in irgendeinem der 25 000 anderen Vereine in Deutschland.“ Im Interview äußerte sich der 60-Jährige noch detaillierter zum Merkur CUP.

Welche Funktion haben Sie 1995 bekleidet?

Ich war damals Jugendgerichts-Sportvorsitzender im BFV, Bezirk Oberbayern.

Sie ahnen den Grund der Frage: Damals wurde der erste Merkur CUP ausgetragen.

Für den Merkur CUP war ich allerdings nicht zuständig. Aber natürlich habe ich das mitgekriegt. Ich war ja selbst von Mitte der 70er bis Ende der 90er Jahre in der Jugendarbeit tätig, war beim Kirchheimer SC erst Trainer, dann Jugendleiter und später Jugendleiter beim FC Falke Markt Schwaben. Ich habe das natürlich mitverfolgt.

Dachten Sie damals schon, dass der Merkur CUP so eine nachhaltige Erfolgsgeschichte schreiben würde?

Der Münchner Merkur als Heimatzeitung, die so mit der Bevölkerung verbunden ist, ist natürlich prädestiniert dafür, das ist klar. Es ist ideal für den Wettbewerb, dass der Merkur in den Landkreisen vor Ort präsent ist. Das ist eine tolle Sache.

Es geht beim Merkur CUP um mehr als den sportlichen Erfolg. Fairness ist ein mindestens ebenso wichtiger Aspekt. Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang Ihrer Ansicht nach das Buch der Werte?

Es ist natürlich die Idee hinter dem Wettbewerb, diese Werte zu vermitteln und den Kindern auch zu zeigen, dass Fußball zwar wichtig ist, dass das Leben aber noch aus anderen wichtigen Dingen besteht.

Die Mädchen spielen seit 2013 ihren eigenen Wettbewerb aus. Diesmal fand ihr Finalturnier erstmals gemeinsam mit dem der Buben statt. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?

In der heutigen Zeit darf es gar keine Frage sein: Wenn man so eine Veranstaltung macht, muss sie sich an Jungen und Mädchen richten. Ich freue mich, dass wieder an die Mädchen gedacht wurde und der Münchner Merkur da auf einer Linie mit dem Verband liegt.

Glauben Sie, dass der Merkur CUP auch in 25 Jahren noch ausgespielt wird?

Dann bin ich 85 und ganz sicher nicht mehr in verantwortlicher Position. Aber ich hoffe sehr, dass unsere Nachfolger bei Presse und Verband das fortführen. Die Kinder sind begeistert, das sieht man hier. Es ist eine tolle Partnerschaft zwischen der größten Heimatzeitung und dem Verband. Ich freue mich auch, dass so viele meiner Mitarbeiter hier für die Organisation engagiert im Einsatz sind.

Weitere Artikel

Auswärts daheim

SV Warngau richtet am Samstag großes Finale bei der SpVgg Unterhaching aus
Auswärts daheim

Noch so gefragt wie vor 30 Jahren

Alfred „Magic“ Reindl erzählt aus seinem Leben als Ballakrobat – Zu Besuch bei Maradona
Noch so gefragt wie vor 30 Jahren

Rekordsieger als guter Verlierer

Natürlich war die Enttäuschung grenzenlos. Als klarer Favorit war der Nachwuchs des FC Bayern nach dem 2:0-Vorrundensieg über Lokalrivale 1860 in die …
Rekordsieger als guter Verlierer

Kommentare