Auswärts daheim

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Tolle Stimmung herrschte beim großen Merkur CUP Finale 2017 in Warngau.

SV Warngau richtet am Samstag großes Finale bei der SpVgg Unterhaching aus

Wenn am Samstag im Unterhachinger Sportpark um 10.30 Uhr das große Finale des 25. Merkur CUP angepfiffen wird, „brauchen wir nur noch freundlich schauen“, sagt Yvonne Frischmuth, die mit ihrem eingespielten Helfer-Stab der Spielvereinigung kräftig unter die Arme greifen wird. Ganz so einfach dürfte die Aufgabe für die Jugendleiterin der Fußballer des SV Warngau und ihr Team zwar nicht werden. Aber es stimmt, dass der Großteil der Arbeit getan ist, wenn das große Fest der kleinen Kicker steigt. „Donnerstag und Freitag haben wir das komplette Stadion gebannert“, erzählt die ebenso leidenschaftliche wie tatkräftige Merkur CUP-Anhängerin, die Turnierchef Uwe Vaders bei der Auftaktveranstaltung im März 2018 spontan zum Ausrichter in Unterhaching erkoren hatte (wir berichteten).

Seitdem liefen die Vorbereitungen. Und hatte Frischmuth im Mai noch Bedenken, dass es sich trotz allen Engagements nicht wie ein Heimspiel anfühle, sagt sie heute, man sei auswärts daheim. „Wir wurden herzlich aufgenommen und fühlen uns ziemlich zu Hause“, sagt Frischmuth zwischen Transparente-Hängen und Kiosk aufsperren und betont immer wieder, wie offen man ihnen entgegengekommen sei. Nicht nur Präsident Manni Schwabl sondern ausnahmslos jeder, mit dem sie bisher zu tun hatten: „Unterhaching ist echt eine große Familie, in der alles sehr herzlich ist und sich jeder um jeden kümmert.“

Ein großes Plus gegenüber dem Finale 2017 daheim ist die Anlage. Im Sportpark muss nichts extra besorgt, aufgebaut oder installiert werden. Stattdessen genießen die Warngauer die Infrastruktur im Bundesliga-tauglichen Stadion. Man müsse nur aufsperren, abwischen und sich einrichten. Was die kulinarische Seite betrifft, gehören zu dieser Einrichtung auch süßes Gebäck, Eis und Brot von daheim. 80 Kuchen backen die fleißigen Helferinnen des SV. Wer sie nicht selbst ins Stadion liefert, hat sie am Warngauer Sportplatz in die Obhut von Betti Schöllner gegeben, die den Transport übernimmt. Michaela Bichler wird am frühen Morgen die ersten Merkur CUP-Brote ausliefern. Den zweiten Schwung bringt Bäckermeister Sebastian Klaus, denn wenn er daheim die Backstube zusperrt, stellt er sich in Unterhaching hinter den Tresen und ist einer von gut 50 Leuten im Helferstab.

Neben viel Kompetenz und Köstlichkeiten – dazu gehört auch die Kühltheke mit Franzetti-Merkur CUP-Eis – haben die Warngauer auch ihre Trachtenkinder dabei. Jeweils vier Mädchen und Buben aus Oster- und Oberwarngau werden gegen 17.30 Uhr bei der Siegerehrung die Ehrenpreise ins Stadion bringen. Für den ursprünglich vorgesehenen Sepp Freundl, der nicht im Mittelpunkt stehen wollte, wird Benedikt Gerr den Pokal der Mädchen ins Stadion tragen.

Bleibt noch die Frage nach Frischmuths berühmter Merkur CUP-Schürze. Die wollte sie im Vorfeld nicht beantworten. Nur so viel: Auf den Fingernägeln kullern Fußbälle und die Haare sind selbstverständlich Rot und Blau.

 

VON HEIDI SIEFERT

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