Richtig stolz

Auf dem Vormarsch: Die Mädchen des FC Fasanerie-Nord (grüne Hose)

Der Ball lag unmittelbar vor der Strafraumgrenze. Eine Spielerin des FFC Wacker München hatte eine Stürmerin des FC Fasanerie-Nord beim Stand von 2:0 für Wacker mit einem Foul gestoppt.

Es war die große Chance, kurz vor Schluss zu verkürzen und das Finale noch mal spannend zu machen. „Jetzt oder nie, Fasanerie!“, skandierten die Fans und Eltern, der Freistoß wurde lang und länger, Wackers Torhüterin streckte sich vergeblich. Doch anstatt im Netz zu landen, klatschte der Ball an die Latte. Vielleicht hätte Wacker bei einem Anschlusstreffer des Teams aus Feldmoching nochmal gewackelt, aber so erzielte der große Favorit wenig später das 3:0, der Schiedsrichter pfiff das Spiel danach nicht mehr an.

Bitter enttäuscht stapften die Spielerinnen des FC Fasanerie-Nord vom Spielfeld, die eine oder andere Träne rollte. Auch Trainer Klaus Steber brauchte nach dem Abpfiff ein paar Minuten Ruhe, bevor er Auskunft geben konnte. „Man ist immer mit 100 Prozent dabei. Man kommt soweit und dann will man das große Ziel auch erreichen“, erklärte er: „Wenn es dann nicht klappt, ist man natürlich emotional aufgewühlt. Aber von außen betrachtet, war Wacker wahrscheinlich die bessere Mannschaft. Ich gratuliere ihnen zum Titel!“

Die erste Enttäuschung verflog auch bei den Spielerinnen schnell. Schon bei der Siegerehrung war den Mädchen die Freude über die Silbermedaille anzusehen. „Für uns ist der zweite Platz Wahnsinn“, erklärte Steber: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir soweit kommen, weil wir starke Gegner gehabt haben.“ In der Vorrundengruppe hatte sich das Team des FC Fasanerie-Nord ein enges Rennen mit SpVgg Markt Schwabener Au geliefert. Beide sammelten acht Punkte, ein knapper 2:1-Sieg im direkten Duell sicherte den Feldmochingern den ersten Platz, wodurch sie Wacker im Halbfinale noch aus dem Weg gehen konnten. Im Semifinale gelang ein klares 3:0 gegen den TSV München- Milbertshofen, das Team, das erst seit zwei Jahren zusammenspielt, zog ins Finale des Merkur CUP ein.

Auch im Ligabetrieb lief es zuletzt richtig gut, die Mannschaft wurde Tabellenerster. „In den zwei Jahren sind wir ein super Team geworden, ich bin richtig stolz auf die Mädels“, belobigte Steber die Seinen.

Da fast alle Spielerinnen des FC Fasanerie-Nord aus dem Jahrgang 2008 stammen, wird es für sie keine zweite Chance geben, das größte U11-Turnier der Welt zu gewinnen. Der Trainer war sich aber sicher, dass die Fasanerie-Mädchen den Merkur CUP trotz der Finalniederlage in guter Erinnerung behalten werden. „Die ganze Kulisse, es war wahnsinnig toll, hier zu spielen. Wenn der erste Ärger vorbei ist, genießen sie das“, erklärte Steber: „Und wir sind die zweitbeste Mannschaft von Oberbayern. Damit brauchen wir uns nicht zu verstecken.“ Zweifelsohne.

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