Das große Jubiläum

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Offensivstärke demonstriert dieses Mädchen (blaues Trikot) des Titelverteidigers FFC Wacker.

Der Countdown läuft: Seit mehr als drei Monaten wird beim größten E-Jugend-Turnier der Welt bereits gespielt, die Vorrunden, Kreisfinals und Bezirksfinals sind absolviert.

Nun steht am Samstag der Höhepunkt des 25. Merkur CUP an. Im Sportpark Unterhaching (Am Sportpark 9, 82008 Unterhaching) ermitteln die jeweils acht besten Mädchen- und Bubenteams die Sieger des Jubiläumsturnieres. Ursprünglich zählte das Teilnehmerfeld 376 Mannschaften.

Neu ist, dass erstmals das Endturnier der Mädchen und der Jungen parallel am gleichen Ort ausgetragen wird. Der Finaltag beginnt um 9.50 Uhr mit dem Einmarsch der Mannschaften, die Finals werden um 16.45 Uhr gespielt. Angesagt hat sich auch hoher Besuch: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wird als Pate des Merkur CUP in Unterhaching auftreten, genauso wie Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes und Interimspräsident des DFB. Stammgast im Rahmenprogramm ist Ballakrobat Alfred Reindl, der ab 13.30 Uhr seine Kunststücke zeigen wird.

Vor Ort sein wird auch Nicole Rolser, die die Schirmherrschaft für das Mädchen-Turnier übernommen hat. Die Stürmerin des FC Bayern München war es auch, die die Finalgruppen ausloste. Die Ziehung ergab, dass bei den Buben die beiden Favoriten FC Bayern und TSV 1860 München in der gleichen Gruppe landeten, sodass es schon in den Gruppenspielen der Zehn- und Elfjährigen zum Lokalderby (Anpfiff: 11.30 Uhr) kommen wird.

Mit elf Siegen ist der FC Bayern der Rekordgewinner des Merkur CUP und auch in diesem Jahr wieder Favorit. „Die Rolle nehmen wir natürlich an“, erklärte Trainer Marcel Schneider am Rande des Kreisfinales bei der DJK Pasing: „Als Rekordchampion hat man auch eine gewisse Bürde. Aber wir sehen das als positive Herausforderung.“

Bei den Mädchen (die acht Teilnehmerteams siehe unten) dominierte in den letzten Jahren der 1. FFC Wacker München, doch die Konkurrenz scheint in diesem Sommer sehr stark zu sein. Die SG Penzberg etwa steht bereits zum vierten Mal in Folge in der Finalrunde, die SG SpVgg Röhrmoos/Schwabhausen qualifizierte sich mit einem furchterregenden Schnitt von über sieben Toren pro Begegnung für die Duelle im Unterhaching Sportpark. Schussgewaltig präsentierten sich auch die Mädchen der FC Fasanerie-Nord: Sie erzielten in drei Vorrundenspielen 17 Treffer, ohne dabei ein einziges Gegentor zu kassieren.

„Für die Mädchen ist so ein großes Turnier überragend. Es ist immer ein enormer Ansporn, wenn man sich mit anderen Mannschaften messen kann“, sagte die Schirmherrin Nicole Rolser (27). Bei ihr war das einst anders. Da spielte sie als Zehnjährige bei den Buben ihres schwäbischen Heimatclubs SV Mietingen mit. Eine harte Schule, die sich allerdings auszahlte. Rolser stürmte zwei Jahre für den Liverpooler LFC, seit 2015 verstärkt die Nationalspielerin den FC Bayern. Dass beim Merkur-CUP-Finale Buben und Mädchen parallel ihr Turnier austragen, findet sie beispielhaft: „Das ist ganz im Sinne der Gleichberechtigung.“ Für das große Jubiläumsfinale erwartet Rolser vor allem eines: „Hoch motivierte Mädels.“

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