Warngau ist bereit

Sebastian Gschwendtner, Sepp und Seppi Freundl kümmern sich um den Rasen für das große Finale

Warngau – Drei Wochen sind es noch, dann steigt das große Merkur CUP Finale. Geht es nach dem SV Warngau, könnte es auch schon morgen so weit sein. „Wir sind bereit“, sagt Warngaus Jugendleiterin Yvonne Frischmuth. Vor allem der Rasen könnte in keinem besseren Zustand sein. Kein Wunder, schließlich kümmern sich seit fünf Wochen drei ausgewiesene Fachmänner um das Grün.

Seit zehn Jahren hat Sebastian Gschwendtner die Verantwortung für den Rasen in Warngau. Der 67-Jährige war 36 Jahre lang Vorsitzender des SV, seitdem kümmert er sich um die Plätze. Da am 15. Juli kein normales Punktspiel steigt, sondern das große Merkur CUP Finale, hat Gschwendtner Unterstützung vom Zweiten Jugendleiter Sepp Freundl (48) und dessen Sohn Seppi (14). „Es ist schon viel zu tun“, sagt Gschwendtner. Mindestens zwei Mal in der Woche ist er im Einsatz. „Da bin ich schon sechs, sieben Stunden beschäftigt.“

Seit fünf Wochen ist der Platz gesperrt, erst wurde er vertikutiert und anschließend gestöpselt. Bei dieser Technik werden kleine Löcher in die Grasnarbe gestoßen, „damit er geebnet ist“, erklärt Gschwendtner. Zum Abschluss kam das Unkraut raus, und der Rasen wurde abgesaugt.

Die hohen Temperaturen konnten dem Platz bislang nichts anhaben. „Wir haben einen guten Humus-Unterbau, der ist weich.“ Sollte es in den restlichen drei Wochen bis zum Finale doch zu trocken werden, rückt die Feuerwehr an. „Mit der Wasserversorgung ist es hier nicht so gut“, sagt der Platzwart. Die Feuerwehrmänner wässern den Rasen dann von beiden Seiten mit ihren Schläuchen. „Das haben wir schon mal gemacht, das funktioniert“, sagt Gschwendtner.

Bis es am 15. Juli soweit ist, stehen nur noch Detailarbeiten an. „Ich überlege noch, ob wir das Merkur-CUP-Logo aufstreuen“, erzählt Sepp Freundl. Immer mit Feuereifer dabei ist sein Sohn Seppi. Bis vergangene Saison spielte der 14-Jährige selbst Fußball, dann war Schluss. „Ich mag nimmer“, sagt er. „Das hier ist so viel cooler.“ Platzwart Gschwendtner freut’s: „Es ist gut, wenn zuverlässige Leute nachkommen.“

Davon gibt es beim SV Warngau genug. „Sonst hätten wir uns gar nicht erst für das Finale beworben“, sagt Sepp Freundl. „Ohne Zusammenhalt geht’s nicht, und der passt bei uns.“ Überzeugen können sich davon nun alle am Samstag, 15. Juli. Eröffnet wird das Merkur CUP Finale um 11 Uhr, Spielbeginn ist um 12 Uhr.

von julia pawlovsky

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