Als Prämie gibt es Schinkennudeln

Manfred Schwablist Präsident der SpVgg Unterhaching

Manfred Schwabl, Schirmherr des Merkur CUP, hofft beim „Finale dahoam“ in Unterhaching auf seine Buben

Vor dem „Finale dahoam“ im Unterhachinger Sportpark hat Manfred Schwabl seinen Buben noch einen Wunsch erfüllt: Der Nachwuchs der Gastgeber durfte erstmals im Stadion trainieren. „Das habe ich ihnen versprochen, nachdem sie es ins Merkur-CUP- Finale geschafft haben.“ Schwabl, Präsident der SpVgg Unterhaching und Schirmherr des Merkur CUP, schaute dann am Mittwochabend auch zu, als die Unterhachinger E-Jugend auf dem Rasen spielte, der ansonsten der Profimannschaft vorbehalten ist.

Beim Turnier am morgigen Samstag kann der frühere Nationalspieler und Bayern-Profi allerdings keinen moralischen Beistand leisten. Denn zeitgleich bestreitet das Unterhachinger Drittliga-Team seinen Saisonauftakt auf dem Kaiserslauterner Betzenberg. Da besteht für einen Clubchef natürlich Anwesenheitspflicht. „Mir blutet das Herz, das war eine schwere Entscheidung“, sagt Schwabl. Vom Turnierverlauf lässt er sich allerdings den ganzen Nachmittag per Handy informieren. Philipp Muschiol von der Unterhachinger Geschäftsstelle ist für den Ergebnisdienst eingeteilt.

Acht Mannschaften werden bei der 25. Jubiläumsausgabe des Merkur CUP um den Turniersieg kämpfen. Als aussichtsreicher Kandidat gilt wieder einmal der FC Bayern München. „Der Jahrgang der Bayern ist superstark. Die sind absoluter Favorit“, befindet Schwabl. Mit den Roten bekamen es die Unterhachinger bereits vor zwei Wochen im Bezirksfinale zu tun, wobei der Nachwuchs des deutschen Rekordmeisters mit 3:0 souverän die Oberhand behielt. Knapper ging es im vergangenen Jahr zu, als die Bayern im Merkur-Cup-Finale in Altenerding die Hachinger mit 1:0 in die Knie zwingen konnten.

Umgekehrt triumphierten die Hachinger im Merkur CUP-Finale 2013 in Gaißach mit 4:1 über die Bayern. Damals war Karim Adeyemi das alles überragende Talent des Turniers. Der heute 17-Jährige brachte es inzwischen zum Jugend-Nationalspieler, vor einem Jahr wechselte er für eine Millionenablöse in die Kaderschmiede von Red Bull Salzburg. „Karim war damals körperlich und motorisch schon sehr weit, er hat den Unterschied ausgemacht“, schwärmt Schwabl noch heute.

Der 53-Jährige hegt grundsätzlich große Sympathien für die Kicker aus der E-Jugend: „Die sind noch unverbraucht. Da ist noch unverfälschter Spielwitz da.“ Und auch im aktuellen Unterhachinger Team (Schwabl: „Das ist mit mein Lieblingsjahrgang“) befinden sich einige vielversprechende Knirpse. Der Vereinschef nennt Tim Walderbach („So ein kleiner blonder Engel“) und Wesley Krattenmacher: „Die haben das Haching-Gen komplett drin, gehen immer Vollattacke.“

Und so eine kleine Hoffnung hat Schwabl doch, dass seine Buben für eine Überraschung sorgen können. „Mit dem Heimvorteil ist vieles möglich“, sagt er. Die Belohnung – unabhängig von der Platzierung – steht auch schon fest. Schwabl sagt: „Es gibt natürlich Schinkennudeln – und zwar so viel, wie die Burschen wollen.“

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