Fairplaypreis für starke Dornacher

Vorbildlicher Auftritt: Innenminister Joachim Herrmann übergibt den Fairplay-Pokal an Nicolas Weng vom SV Dornach.

Nach dem 0:5 im Spiel um Platz sieben gegen den SV Lohhof gab es für die Kicker des SV Eichenried stehende Ovationen ihrer zahlreichen Fans.

Und auch die Welle ließ nicht lange auf sich warten. Von Traurigkeit über den achten und letzten Platz war bei Norbert Beer nichts zu spüren, im Gegenteil: „Für uns ist das ein Riesenerfolg. In 25 Jahren Merkur CUP war das Kreisfinale bislang der Höhepunkt“, strahlte der Trainer. „Auch wenn wir eine Riesensaison gespielt haben und in der Liga ohne Niederlage Meister wurden: Damit haben wir nicht gerechnet. Sensationell!“ Der Coach war sich sicher: „Das sehen auch die Buben so.“ Immerhin hatte sein Team in der Vorrunde mit dem 1:1 gegen den SC Fürstenfeldbruck einen Punkt geholt. Das Besondere an der Eichenrieder Erfolgsstory, laut Beer: „Wir haben nur zehn Mann in diesem Jahrgang im Ort. Es gibt keine anderen, und wir haben auch keine von woanders. Hinten raus war es deshalb schwer. Und es ist gut, dass die Saison jetzt aus ist.“

Noch kleiner als Eichenried ist Dornach. Deshalb war auch Florian Stemmer, Trainer des dort beheimateten SV über Platz fünf aus dem Häuschen, zumal sich seine Truppe nach den 0:4-Niederlagen gegen die SpVgg Unterhaching und den FC Wacker München mit dem 3:0 gegen Lohhof und dem erfolgreichen Achtmeterschießen gegen Fürstenfeldbruck als echte Turniermannschaft entpuppte. „Wir hatten uns noch nicht abgeschrieben“, freute sich Stemmer über die Moral seiner Buben, die mehr erreichten als erhofft: „Wir waren das erste Mal im Finalturnier dabei. Unser Ziel war, ein Tor zu schießen und vielleicht ein Spiel zu gewinnen. Für uns ist das ein Super-Erfolg.“ Gekrönt wurde der große Tag der Dornacher noch durch eine besondere Ehrung: Das Team wurde mit dem Fairnesspreis ausgezeichnet.

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