„1860 lebt vom Nachwuchs“

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Motivation vom Klubchef: 1860-Präsident Robert Reisinger und seine Junglöwen.

Nach dem mageren 1:1 gegen Preußen Münster im Drittliga-Auftaktspiel gab es für 1860-Präsident Robert Reisinger am Abend zuvor noch wenig zu feiern. Am Samstag dafür hatte der 55-Jährige so richtig Grund zur Freude.

Gratulation zum Titel, Herr Reisinger, noch dazu mit einem Finalsieg über den FC Bayern.

Danke. Wir haben da wieder einen guten Jahrgang beisammen, mit dem wir sehr zufrieden sind. Für mich war das jetzt mein achtes Merkur-Cup-Finale und wir haben dabei viermal gewonnen, die Quote ist nicht so schlecht, oder? Um ehrlich zu sein, hat es mich nach der Vorrunde nicht überrascht. Denn wie schon so oft hat der Verlierer des Gruppenspiels später dann das Finale gewonnen.

Da spricht jemand tatsächlich aus Erfahrung. Verdeutlicht das auch ihre Einstellung zur Nachwuchsarbeit?

Das ist bei uns die Basis, davon lebt unser Verein. Dabei ist es als Drittligist natürlich deutlich schwieriger, den hohen Standard zu halten als noch als Zweitligist. Dank unserer treuen Mitglieder und einiger Sponsoren wie etwa der Stadtsparkasse oder den „Unternehmern für Sechzig“ ist uns das aber bisher auch nach dem Abstieg gelungen.

Sehen sie darin auch den Schlüssel zum Erfolg für die nächsten Jahre?

Natürlich. Bei uns ist nach wie vor eine hohe Durchlässigkeit gegeben, auch wenn der Sprung momentan von der Junioren-Bayernliga in die 3. Liga groß ist. Deswegen wäre es für uns auch absolut wichtig, mit der U17 und der U19 wieder in die Bundesliga aufzusteigen.

Wo denken sie stehen die Löwen, wenn dieser aktuelle U-11-Jahrgang in sieben, acht Jahren fertig ausgebildet ist und in den Männerfußball kommt?

Ich hoffe, dass unsere Merkur CUP-Sieger von heute dann mit Sechzig in der Bundesliga spielen können.

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