Haching spielt FC Bayern an die Wand

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Der helle Wahnsinn: Unbändige Freude herrscht bei den Nachwuchs-Fußballers der SpVgg Unterhaching, als sie im Endspiel den favorisierten FC Bayern geschlagen und in Warngau den Merkur CUP 2017 gewonnen hatten.

Zum dritten Mal in der Geschichte des Merkur CUP hat die SpVgg Unterhaching die Phalanx von FC Bayern und TSV 1860 München durchbrochen und das weltgrößte E-Jugend-Fußballturnier gewonnen.

Mit verschmiertem Vereinslogo auf der Backe stand der Bayern-Fan an der Bande und beobachtete ausdruckslos die freudestrahlenden Merkur CUP-Sieger bei der Foto-Session nach dem großen Finale in Warngau. Nicht der favorisierte und tatsächlich bärenstark aufspielende FCB stand dort im Mittelpunkt, sondern Unterhaching, das dem Favoriten selbstbewusst und frech den begehrten Pokal vor der Nase weggeschnappt hatte. „Das Oberland liegt uns, das ist unsere Luft“ versuchte sich SpVgg-Präsident Manni Schwabl grinsend in einer Erklärung, nachdem sein Nachwuchs-Team nach 2001 in Oberammergau und 2013 in Gaißach zum dritten Mal das weltgrößte E-Junioren-Turnier gewonnen hatte, das unsere Zeitung gemeinsam mit dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV), Sponsor E.ON, der Bavaria Filmstadt sowie CEWE, macron und Ensinger Mineral-Heilquellen veranstaltet.

Schwabl selbst hatte das Spiel nicht miterlebt, weil er zwischen Warngau und Sportpark gependelt war, wo die Profis einen Test gegen die Zweitliga-Mannschaft von Dynamo Dresden hatte. Gerade rechtzeitig war er zur Siegerehrung geeilt, um die Freude seiner Burschen zu genießen. „Das ist schon noch mal eine wunderbare Geschichte“, so Schwabl, der den Merkur CUP-Sieg als absolute Krönung des Haching-Jahres bezeichnete.

Der Trainer der Siegermannschaft: David Schneider.

Ziel sei das Halbfinale gewesen. Dass die Hachinger nun ganz oben standen und auf dem Weg dorthin sowohl den FC Bayern als auch den TSV 1860 geschlagen hatten, machte nicht nur Schwabl sichtlich stolz. Zwei Derbysiege, kein Punktverlust im gesamten Turnier und kein Gegentor. „Das ist absoluter Wahnsinn!“ freute sich ein überglücklicher Trainer David Schneider. „Man malt sich ja das ein oder andere aus, aber in der Realität denkt man gar nicht dran“, so der Erfolgscoach, der das Erreichen des Halbfinales als Ziel ausgegeben hatte.

Und während er und sein Trainer-Kollege Christian Schreyer strahlend aber noch immer recht fassungslos auf dem von glitzernden Schnipseln aus der Konfetti-Kanone gesprenkelten Platz standen, fanden es ihre Jungs einfach nur „cool“! „Wir haben den FC Bayern ganz locker an die Wand gespielt“, grinsten sie und wussten doch, dass das Finale ein schönes Stück Arbeit war.

Stark hatte sich der FC Bayern über das gesamte Turnier präsentiert und mit dem seit Jahren wohl schönsten Jugendfußball die Zuschauer begeistert. Die Hachinger indes ließen sich nicht einschüchtern, konnten auf einen reaktionsschnellen und sicheren Torhüter bauen und nutzten blitzschnell ihre Chance auf einen Konter, den Finn Adler mit dem Siegtreffer abschloss. Er hatte auch Unterhachings erstes Tor an diesem Tag erzielt. Auch das ein Konter im Eröffnungsspiel, das die FT Starnberg 09 bis zu diesem Zeitpunkt überlegen sah. Gegen Altenerding (3:0) und den Kirchheimer SC (2:0) lief es problemlos und auch im Halbfinale gegen den TSV 1860 München war die Spielvereinigung von Anfang an am Drücker. Gleich zu Beginn gab es eine große Chance per Kopf. Den erlösenden Treffer zum Einzug ins Finale erzielte Magnus Dalpiaz. " Weitere Berichte im überregionalen Sportteil

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