Faires Team, schlauer Keeper

Sieger der Fairness: Die Spieler des VfR Garching mit Marcus Böske von Energie Südbayern (ESB/hinten links).

Garching erhält ESB-Fairnesspreis – Achtmeterkiller Daniel gefeiert

Daniel Wolf hampelte auf der Torlinie. Er zuckte mit dem linken Arm, mit dem rechten, dann hechtete er in die linke Ecke – und sah vom Boden aus, wie der Ball über sein Tor segelte. Daniel sprang auf, stürmte auf seine Mitspieler zu, die sich sofort auf ihn stürzten. Im Spiel um Platz sieben ergatterte sich der VfR Garching doch noch den ersten Sieg beim Finale des Merkur CUP. Im Achtmeterschießen besiegte Garching die FT Gern mit 3:1. Dank Daniel, dem Achtmeterkiller.

Vor dem entscheidenden Fehlschuss hatte der 10-jährige Torwart schon zwei Achtmeter gehalten, jeweils mit einem Sprung in die linke Torecke. Sein Erfolgsgeheimnis: „Wenn ich zweimal in dieselbe Ecke hechte, schießen sie dahin, weil sie denken, ich mache das nicht nochmal. Mache ich aber.“ Ganz schön raffiniert. Und auch das Rumhamplen hat bei ihm System. „Das machen die großen Torhüter vor wichtigen Schüssen auch“, sagt er. „Dann ist der Druck für den Schützen groß.“

Die Show des Keepers gefiel dem Publikum gut. Als der VfR zur Siegerehrung antrat, gab’s aber noch eine andere Auszeichnung – dieses Mal für das ganze Team. Denn so fair wie die jungen Garchinger hatte keine andere Mannschaft beim Finale in Altenerding gespielt. Sie dürfen jetzt die Profi-Weihnachtsfeier des TSV 1860 besuchen. Die anderen Vereine hatten nämlich fleißig notiert, welche Mannschaft am wenigsten Fouls begangen hatte. Der VfR Garching lag vorne – ganz ohne Tricks.

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