Heimstettens Kapitänin spielt ein super Turnier

Anastasia Zink: Fels in der Brandung

„So lange wie möglich bei den Jungs spielen“: SVH-Spielerin Anastasia Zink (hier im Finale gegen Ismaning) .
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„So lange wie möglich bei den Jungs spielen“: SVH-Spielerin Anastasia Zink (hier im Finale gegen Ismaning) .

Anastasia Zink war beim Merkur CUP-Kreisfinale in Unterföhring das einzige Mädchen und gehörte noch dazu zu den jüngeren Spielern: Es wurde ihr Turnier.

Unterföhring – Sie ist Kapitänin ihres Teams, erzielte die beiden Treffer im Halbfinale gegen den FC Unterföhring (2:1), verwandelte im Endspiel gegen den FC Ismaning den entscheidenden Achtmeter (4:3), war Dreh- und Angelpunkt: Anastasia Zink spielte ein super Turnier. „Sie ist unser Fels in der Brandung“, stellten Coach Lino Ballof und sein Co-Trainer Julian Bauer unisono fest. Obendrein ist Anastasia erst Jahrgang 2012, sie könnte also theoretisch auch im nächsten Jahr und – aufgrund der Ausnahmeregelung für die Mädchen im Jungen-Wettbewerb – sogar 2024 wieder beim Merkur CUP auflaufen.

„Sie konnte kaum laufen, da hat sie schon gegen den Ball getreten, während ihr Bruder auf dem Platz stand“, sagte Anastasias Vater Michael, der das Turniergeschehen gemeinsam mit seiner Frau Monika und Sohn Alexander (spielt inzwischen in Heimstettens B-Jugend) genau verfolgte. „Eigentlich schieße ich nicht so viele Tore“, erzählte Anastasia, nachdem der SV Heimstetten – der Klub ist immerhin Sechster der Merkur CUP-Bestenliste – das Endspiel erreicht hatte. Als Bindeglied zwischen Abwehr und Angriff bringt sie Struktur ins Spiel ihrer Mannschaft, hat offensiv wie defensiv ihre Qualitäten.

Apropos Qualitäten: „Sie trifft auch gut vom Punkt“, berichtete ihr Vater. Und Anastasia durfte das dann wenig später unter Beweis stellen, als sie im Endspiel ganz gelassen den entscheidenden Achtmeter verwandelte. Der Rest war Jubel pur, auch beim Trainergespann des Teams.

Für Lino Ballof war es ein besonderer Sieg, schließlich spielte der heute 22-Jährige lange in der Jugend des FC Ismaning, ehe er sich nach einer Verletzung und mit Blick auf sein Studium entschied, nicht im ambitionierten Herrenbereich sein Glück zu versuchen. Stattdessen kehrte er als Jugendtrainer zu seinem Heimatklub SV Dornach zurück, ehe die Anfrage des SV Heimstetten kam. Für Finalgegner Ismaning fand er nur lobende Worte: „Es war ein hartes Stück Arbeit, und gerade im Angriff ist die Mannschaft wirklich sehr gut besetzt.“

Wie geht es jetzt weiter für Anastasia? „Ich will auf jeden Fall so lange wie möglich bei den Jungs spielen, um mich weiterzuentwickeln“, sagte sie. Das ist auch das, was Kenner der Szene ihren Eltern geraten hatte. Dass Anastasia noch einiges vorhat, davon ist ihr Umfeld fest überzeugt. Michael Zink: „Fußball bestimmt bereits jetzt ihr Leben.“  guv

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