Zweite Vorrunde

Merkur CUP: Defensivspektakel vom Feinsten in Zolling

Enges Duell: Gut verteidigt hat Vöttings Vitus Stockheim (l.), aber auch er konnte den Siegtreffer von Haags Felix Ambrus (r.) nicht verhindern.
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Enges Duell: Gut verteidigt hat Vöttings Vitus Stockheim (l.), aber auch er konnte den Siegtreffer von Haags Felix Ambrus (r.) nicht verhindern.

Griechische und italienische Teams haben bei Welt- und Europameisterschaften schon eindrucksvoll bewiesen, dass man mit abwehrorientiertem Fußball große Titel gewinnen kann.

Zolling – Um einen solchen ging es zwar beim Vormittagsturnier der zweiten Merkur CUP-Vorrunde in Zolling nicht – aber angesichts von nur sechs Toren in sechs Partien war es ein Defensivspektakel vom Feinsten. Mit dem SVA Palzing und dem VfR Haag kamen die Mannschaften weiter, die hinten am besten spielten. Rein gefühlsmäßig waren die U11-Kicker des SV Vötting und der SpVgg Zolling favorisiert. Bei den Ampertalern waren aber die Erwartungen etwas gedämpft, weil man einige gute Spieler nicht dabei hatte. Die SpVgg musste sich durchmogeln – in der Hoffnung, dann wieder mit voller Kapelle zum Kreisfinale zu fahren.

Das Vöttinger Team war bis nach dem zweiten Gruppenspiel auf Kurs. Im Eröffnungsmatch gewann der SVV durch einen Treffer von Tjorve Föste mit 1:0 gegen die Zollinger – und danach war das 0:0 gegen den grünweißen Catenaccio aus Palzing lediglich ein Schönheitsfehler. Die Zollinger reparierten ihre Auftaktniederlage durch einen 2:0-Sieg gegen den VfR Haag, Luis Kranz war der Doppeltorschütze. Ansonsten stand überall die Null: Neben dem torlosen Duell zwischen Palzing und Vötting hatte es ein 0:0 zwischen Haag und Palzing gegeben. Der SVA hatte also nach zwei Matches 0:0 Tore und zwei Punkte zu Buche stehen. Alle vier Mannschaften durften noch hoffen, es knisterte vor Spannung.

Den Auftakt der Endspiele machte dann der Mini-Favorit aus Vötting mit der Partie gegen den VfR Haag. Die Freisinger Nachwuchskicker waren spielbestimmend, ließen jedoch viele Chancen liegen und wurden durch den Treffer von Felix Ambrus bestraft. Dank ihres ersten Turniertores gewannen die Haager den direkten Vergleich gegen Vötting, was letztlich den Einzug ins Kreisfinale bedeuten sollte. Der VfR verteidigte leidenschaftlich – und hatte Glück, als Simon Thieg spektakulär auf den Pfosten zufliegend den Ball irgendwie am Tor vorbei brachte. Diese Abwehraktion war die Szene des Tages. Laut VfR-Trainer Benjamin Kockott hatte man beim Sieg über Vötting das Glück, das man zuvor nicht hatte. „Die anderen Spiele hätten wir auch gewinnen können“, meinte er. Und Vöttings Coach Gerald Tietscher resümierte hinterher, „dass wir genügend Torchancen hatten. Es hat trotzdem Spaß gemacht.“

Nach dem fünften der sechs Turnierspiele konnten immer noch alle vier Mannschaften weiterkommen. Der Fußball-Nachwuchs aus Zolling und Palzing wusste vor der im Merkur CUP ausgetragenen „Gemeindemeisterschaft“, dass der Sieger des Spiels durch ist und bei einem Unentschieden Zolling ins Kreisfinale einziehen würde. Auch den Zuschauern waren die Modalitäten klar: Gibt es in dieser Partie einen Sieger, dann wäre Haag dank des gewonnenen direkten Vergleichs gegenüber Vötting Zweiter. Die Vöttinger dagegen wären bei einem Unentschieden weiter – weil es dann bei drei punktgleichen Mannschaften (Vötting, Zolling, Haag) im Dreiervergleich den VfR rauskegeln würde.

So viel zur Theorie, nun zur Partie: Nach zwei 0:0-Spielen drehten die Palzinger mächtig auf und legten früh zwei Treffer durch Leander Teller und Paul Pippich vor. Nach diesem kleinen Offensivfeuerwerk schalteten die Grün-Weißen wieder zurück in den Abwehrmodus und brachten den Turniersieg tatsächlich ohne Gegentor nach Hause. Die Zollinger versuchten alles und hatten auch die eine oder andere Möglichkeit, um mit dem Anschlusstor noch einmal für Spannung zu sorgen.

„Wir haben zwar nicht den schönsten Fußball gespielt“, sagte Palzing-Coach Gerhard Pillmayer. „Aber so sind die Griechen auch Europameister geworden.“ Ihm war klar, dass man bei diesem „total ausgeglichenen Turnier“ seine Chancen bekommen würde. Und Pillmayer wusste, dass es bei Palzinger Derbysiegen gegen Zolling eher die großen Eisbecher als Belohnung gibt. Zolling-Trainer Christian Rau bedauerte das Fehlen seiner beiden besten Spieler. „Doch in zwei Spielen haben wir es gut gemacht. Auch gegen Palzing hatten wir die Chance, in Führung zu gehen.“

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