Das Buch der Werte – die Bibel des Merkur CUP

Stars des Profifußballs taugen nicht immer als Vorbilder. Umso wichtiger ist es, jungen Fußballern Werte zu vermitteln, die sowohl auf dem Spielfeld wie auch im Leben zählen. Fairplay, Teamgeist, Respekt und Toleranz haben beim Merkur CUP höchste Priorität und stehen noch über dem sportlichen Erfolg.

Deshalb verlesen die Mannschaftsführer der gastgebenden Vereine vor den Spielen einen Ehrenkodex, der die grundlegenden Werte des Turniers zusammenfasst und mit dem Satz „Fairplay im Leben ist unser Ziel“ endet. Dieser Ehrenkodex findet sich auch im „Buch der Werte“, das seit 2011 vom Münchner Zeitungsverlag herausgegeben wird und in diesem Jahr in einer überarbeiteten, 80-seitigen Version erscheinen wird.

Anhand der fünf ausgesuchten Werte:

•Freundschaft

•Motivation

•Respekt

•Gerechtigkeit

•Disziplin

und einzelner Unterwerte wird versucht, eine Art Leitfaden für Fairplay im Leben aufzustellen.

Das „Buch der Werte“ kann für fünf Euro erworben werden, der Erlös und mögliche Spenden kommen vollumfänglich sozialen Zwecken im Merkur CUP Land zugute. 15 000 Exemplare des „Buchs der Werte“ gehören auch zu den Preisen, die an die jungen Fußballer vergeben werden.

Allerdings richtet sich das „Buch der Werte“ keineswegs nur an die Nachwuchskicker, sondern ist gerade auch als Leitfaden für Trainer, Eltern und Sponsoren gedacht. Denn während die Kinder in dieser Altersklasse häufig noch Regelverstöße bereitwillig zugeben, sind es oft die Erwachsenen, die so ihre Probleme mit dem Fair Play haben.

Bei einem Vorrundenturnier des Merkur CUP im Landkreis Miesbach im vergangenen Sommer lief die Mutter eines Spielers auf den Platz und würgte den Schiedsrichter, da sie mit einer Entscheidung des Unparteiischen gegen die Mannschaft ihres Sohnes nicht einverstanden war. Beim Bezirksfinale in Eching beschimpfte der Vater eines Spielers den Schiedsrichter und drohte ihm Prügel an. In einem anderen Fall brüllte ein Vater seinen Sohn an, weiterzuspielen und sich nicht um einen gefoulten, am Boden liegenden Gegenspieler zu kümmern. Situationen, die ganz sicher nicht im Sinne des Fair Play sind.

Das „Buch der Werte“ soll Anregungen für einen besseren Umgang miteinander geben. Und belohnt wird gutes Benehmen auch. Im Sommer 2011 wurde der Fairness-Preis ins Leben gerufen, für dessen Bewertung das Verhalten des gesamten Teams herangezogen wird, inklusive der Betreuer, Eltern und Fans. Und zwar nicht nur auf dem Platz, sondern auch in den Spielpausen, in der Kabine oder am Würstchenstand. In den Kreisfinals, den Bezirksfinals und dem Finalturnier für Mädchen und Jungen werden jeweils die fairsten Mannschaften ermittelt und ausgezeichnet. Sie erhalten einen kompletten Satz Trikots mit Hosen und Stutzen sowie eine Medaille, ein Fairplay-Trikot und ein Fairplay-Freundschaftsarmband.

Unter den 22 Gewinnermannschaften wird auch eine viertägige Reise nach Bologna verlost, inklusive eines Freundschaftsspiels gegen ein Nachwuchsteam des FC Bologna und dem Besuch eines Ligaspiels.

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