Peißenberg scheitert am Aluminium

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Zum Start ging’s gegen den Favoriten: Die Peißenberger (in Schwarz-Rot) hielten gegen Unterhaching trotz des 0:6 phasenweise gut mit und hatten auch Chancen.

TSV verpasst Halbfinaleinzug auf heimischem Platz nur knapp – TSV Iffeldorf muss sich mit Rang acht begnügen

TSV Peißenberg

Große Enttäuschung wollte Peißenbergs Trainer Manfred Maier gar nicht aufkommen lassen. „Das war geiler Fußball“, sagte er zu seinen Schützlingen, die bedröppelt auf der Bank und auf dem Rasen saßen. „Ihr habt Pässe gespielt, ihr habt euch bewegt. So will ich das von euch sehen.“ Einzig mit dem Toreschießen hatte es nicht geklappt. Das entscheidende dritte Gruppenspiel gegen die SpVgg Haidhausen verloren die Peißenberger E-Junioren mit 0:1. Chancen für Tore wären genug vorhanden gewesen. Und dann kam auch noch Pech dazu: Ein Freistoß knallte ans Lattenkreuz, ein Schuss prallte an den Innenpfosten und sprang ins Feld zurück. Die Haidhausener waren da konsequenter. Als sie vor der Pause einen Achtmeter zugesprochen bekamen, schlugen sie zu – der Treffer reichte ihnen zum Einzug ins Halbfinale. „Es hat gepasst. Wir sind schon zufrieden“, sagte Peißenbergs Coach Maier. Zum Auftakt hatte sein Team gegen die übermächtige SpVgg Unterhaching nach guter Leistung mit 0:6 verloren. Gegen den TSV Schäftlarn gab es dann einen 2:0-Sieg. Dabei vergaben die Peißenberger zahlreiche Chancen. Mit einem dritten Tor hätten sie einen Zusatzpunkt bekommen. So musste gegen Haidhausen ein Sieg her, das gelang nicht. Damit stand für sie zum Abschluss noch das Spiel um Rang fünf auf dem Programm. Das hätten die Peißenberger gern noch gewonnen, doch der 1. FC Garmisch-Partenkirchen war stärker und gewann mit 4:2. Die Truppe aus dem Werdenfels tat sich in Sachen „faires Auftreten“ hervor und wurde am Ende mit dem E.ON-Fairnesspreis ausgezeichnet.

Obwohl grauer Himmel und Regenschauer das Bezirksfinale begleiteten, war der Wettbewerb keineswegs eine trübe Angelegenheit – im Gegenteil. Die Fußballabteilung mit ihren rund 30 Helfern tat sich als perfekter Ausrichter hervor. „Das Turnier ist super organisiert“, so lautete das Fazit von BFV-Spielleiter Martin Kölbl. Franz Voggenreiter, der als Trainer des TSV Schäftlarn zum siebten Mal beim Merkur CUP dabei ist, sagte: „Peißenberg steht in der vorderen Reihe der Spielorte, die ich kenne.“

Auf dem Feld gab es diverse Überraschungen. Dazu gehörte der 1:0-Halbfinalsieg der SpVgg Haidhausen gegen den SC Fürstenfeldbruck, der seine Vorrundengruppe klar gewonnen hatte. Im anderen Semifinale lag der SC Baldham gegen Favorit Unterhaching nach wenigen Sekunden vorn. Die Hachinger schafften das 1:1, und in der Verlängerung dann den 2:1-Siegtreffer. „Wir wussten, dass es kein Selbstläufer wird. Baldham hat uns es ganz schön schwer gemacht“, sagte Hachings Trainer David Schneider. Mit dem Einzug ins Endspiel hatten die Haidhausener und die Hachinger den Sprung zum großen Finale (15. Juli in Warngau) geschafft. Im Endspiel bewies der Nachwuchs des Drittligisten noch einmal seine Spielstärke und gewann mit 4:0.

Das zweite Team aus dem Landkreis, der SV Hohenfurch, kassierte in der Vorrunde drei Niederlagen. „Vom Spielerischen her war es okay, aber wir haben unsere Torchancen nicht gemacht“, sagte Trainer Michasel Kees. Gegen Favorit Fürstenfeldbruck lag der 1:1-Ausgleich in der Luft, am Ende hieß es aber 0:1. Das Ende geriet versöhnlich: Das Spiel um Platz sieben gegen den TSV Schäftlarn gewannen die Hohenfurcher mit 2:0.  ph

TSV Iffeldorf

„Eigentlich sind wir recht euphorisch weggefahren“, berichtete Iffeldorfs Betreuer Berhard Splistisser. Doch als seine Schützlinge schließlich zum Bezirksfinale in Schwabhausen (Landkreis Dachau) antraten, war die Euphorie schnell verflogen. Und so kehrten die Iffeldorfer mit vier Niederlagen im Gepäck als Achter zurück.

Er verdiente sich ein Sonderlob: Torhüter Bastian Amann (mit blauer Hose) erreichte als einziger Iffeldorfer Normalform und erzielte per Abstoß sogar einen Treffer.

Das erste Spiel gegen den TSV Dorfen, das knapp mit 1:2 verloren ging, war laut Splistissser „noch in Ordnung“. Den Treffer für das Osterseen-Team erzielte Julian Ludewig per Achtmeter. Dann aber lief bei den Iffeldorfern nichts mehr zusammen: „Da wurden keine Positionen mehr gehalten“, bemängelte Splistisser, „das war teilweise wie bei der G-Jugend“. Daher war es nicht verwunderlich, dass die weiteren Vorrundenpartien gegen Gastgeber TSV Schwabhausen (0:4) und Eintracht Freising (1:6) verloren gingen. „Vielleicht haben sich die Burschen ein wenig zu sehr auf ihren Lorbeeren ausgeruht“, so Splistisser. Der zweite – und auch letzte – Treffer für die Iffeldorfer ging auf das Konto von Torhüter Bastian Amann. Dessen Abschlag in der Partie gegen Freising flog mit Unterstützung des zum Teil starken Windes über das Spielfeld und senkte sich schließlich ins gegnerische Gehäuse. Für Amann hatte der Coach nicht nur seines Treffers wegen ein Lob parat: „Er war der einzige Spieler mit Normalform“, so Splistisser.

Auch im Spiel um Rang sieben war dem TSV kein Erfolgserlebnis vergönnt. Gegen den SV Bad Tölz setzte mit einem 0:4 eine weitere deutliche Niederlage. „Ich war schon sehr traurig und etwas angefressen“, sagte der TSV-Trainer, „weil wir nicht abgerufen haben, was wir können“. Unterm Strich aber „bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft“, sagte Splistisser.  ssc

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