Königsdorf schlägt sich beachtlich

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Jubel, Trubel. Heiterkeit: Der TSV Königsdorf schaffte es beim Merkur CUP-Bezirksfinale auf Rang vier.

Torreiche Lehrstunde gegen Wunschgegner 1860 München – TSV Schäftlarn wird Achter in Peißenberg

Die Spannung war greifbar, als die E-Junioren des TSV Königsdorf zum letzten Gruppenspiel gegen den FC Eichenau aufs Feld liefen. Nur der Sieger dieser Partie würde in die Zwischenrunde beim Bezirksfinale D des Merkur CUPs einziehen. Die E-Junioren des TSV hatten sich im Auftaktspiel gegen den späteren Finalisten SpVgg Altenerding als etwas zu großzügige Gastgeber erwiesen, indem sie gleich in den Anfangsminuten zwei Gegentore zuließen. Gegen den SV Ohlstadt behielt die Truppe des Trainerteams Sepp Weber und Lars Lerch durch ein fein herausgespieltes Tor von Susanne Woisetschläger mit 1:0 die Oberhand. „Wir haben gesehen, dass wir mithalten können“, so Coach Weber. Das setzte gegen Eichenau zusätzliche Kräfte frei. Schon nach wenigen Minuten ging der TSV durch Konstantin Pfaffenrath in Führung. Als Felix Appel mit einem coolen Solo übers halbe Feld Mitte der zweiten Halbzeit auf 2:0 erhöhte, war das Halbfinale perfekt.

Dort wartete wunschgemäß der TSV 1860 München, aber die Begegnung mit dem Löwen-Nachwuchs entwickelte sich rasch zu einer bitteren Lehrstunde. Die Partie war kaum angepfiffen, da lagen die tapferen Königsdorfer bereits mit 0:3 hinten. Am Ende hießt es 9:0 aus Sicht der Münchner, die mit einem knappen 1:0-Sieg gegen Altenerding das Turnier erwartungsgemäß als Sieger beendeten. 1860-Trainer Franz Leder zeigte sich dennoch beeindruckt: „Ich ziehe den Hut vor Königsdorf. Wir sind ja hier mit einer Auswahl angetreten und die haben es nur mit Kindern aus dem Dorf ins Bezirksfinale geschafft.“ Deshalb hielten sich die Gastgeber auch nicht lange mit Lamentieren auf. „Das war unser Wunschgegner. Die Jungs haben gesagt: Wenn wir rausfliegen sollen, dann gegen die Löwen“, sagte Co-Trainer Lerch. „Es hätte ja keiner gedacht, dass wir soweit kommen.“

Ein Sonderlob hatte Coach und Jugendleiter Weber auch für den Teil der „Dorfmannschaft“ parat, der nicht in kurzen Hosen bei Nieselregen über den Platz sprintete. Die Spielereltern und zahlreiche Helfer sorgten wie schon beim Kreisfinale vor wenigen Wochen einmal mehr für einen perfekt organisierten Ablauf des Merkur CUP-Turniers. „Ich glaube, wir haben den Landkreis heute gut vertreten“, sagte Weber und meinte damit nicht nur seine jungen Kicker.

Alles gegeben haben auch die Buben des TSV Schäftlarn beim Bezirksfinale C in Peißenberg. Doch die personell dezimierte Mannschaft von Trainer Franz Voggenreiter war am Sonntag nicht vom Glück verfolgt. Zum Auftakt unterlag der TSV der SpVgg Haidhausen mit 0:2. „Das war ein ehrenvolles Ergebnis“, so Voggenreiter angesichts der Tatsache, dass sich Haidhausen am Ende sogar die Teilnahme am großen Merkur CUP-Finale am 15. Juli sicherte. Ebenfalls 0:2 aus Schäftlarner Sicht hieß es am Ende der Partie gegen den TSV Peißenberg.

Eine Halbzeit lang schlug sich der TSV gegen die SpVgg Unterhaching wacker. „Dann kam jedoch deren Spielkultur zum Tragen“, sagte Voggenreiter. Die spielerische Überlegenheit mündete schließlich in eine 0:6-Niederlage gegen den Drittliga-Nachwuchs, der sich mit einem 4:0-Sieg gegen Haidhausen den Turniersieg sicherte. Schäftlarn beendete das Turnier nach einer 0:2-Niederlage gegen den SV Hohenfurch auf Rang acht. „Die Spieler waren sehr motiviert und haben tapfer Wind und Regen getrotzt“, fasste der Schäftlarner Coach abschließend zusammen. „Die Burschen haben gekämpft und ihr bestes gegeben. Ich kann niemandem einen Vorwurf machen. Im Moment haben wir einfach eine zu dünne Spielerdecke.“

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