Dem großen Los so nah

Zunächst enttäuscht: (h.v.l.) Trainer Günther Stadler, Benedikt Vogt, Leon Lahmeyer, Andreas Schretter, Niki Kimpel, Kilian Samm, Co-Trainer Martin Schretter, (v.v.l.) Jamie Sadler, Elias Brunn, Korbinian Vogt, Johannes Leiß, Jakob Sebald und Keeper Dominik Hofbauer.

Heinz Mohr nennt es das „i-Tüpfelchen“, was seinen E-Junioren verwehrt blieb. Das Halbfinale gegen Unterhaching wäre eine Zugabe für den 1. FC Garmisch-Partenkirchen gewesen. Nicht anders sah es beim SV Ohlstadt aus. Nur ein Punkt mehr, dann wäre es gegen die Mini-Löwen des TSV 1860 gegangen. Ein Rückblick aufs Bezirksfinale beim Merkur CUP 2017.

Turnier Peißenberg

„Letztendlich haben wir das gespielt, was wir wollten.“ Heinz Mohr war nicht unzufrieden mit der Vorstellung seiner Kicker. „Klar wäre ein Halbfinale gegen die SpVgg Unterhaching für meine Spieler ein Highlight gewesen, aber es sollte nicht sein.“ Dabei lag es durchaus im Bereich des Möglich, denn im entscheidenden Gruppenspiel gegen den SC Baldham hätte dem 1. FC Garmisch-Partenkirchen ein Unentschieden gereicht. Doch diese Partie lief einfach nicht nach Plan. Der Ball wollte nicht rein, so sehr sich die U11 des 1. FC auch bemühte. Das wichtige 1:0 gelang dem Gegner, sodass die Enttäuschung riesig war. „Da sind bittere Tränen geflossen“, sagt Mohr. „Da konnte ich die ersten zehn Minuten sagen, was ich wollte, das kam gar nicht an. Aber irgendwie auch verständlich, denn wir hatten in diesem Spiel das 1:1 nicht nur mehrmals auf dem Fuß, sondern auch verdient gehabt.“ Also nahm es Baldham mit der Hachingern auf – und zwang sie sogar bis in die Verlängerung. Vielleicht hätte das ja auch die Werdenfelser geschafft. Mohr zog aber auch einen wichtigen Schluss beim Turnier in Peißenberg: „Die Mannschaften aus dem Münchner Raum sind einfach viel abgezockter. Das ist der große Unterschied zu uns, wir sind da noch viel zu grün.“

Im Platzierungsspiel rissen sich die Garmisch-Partenkirchner aber noch einmal am Riemen: Gegen zunächst überforderte Gastgeber ging das Team schnell mit 4:0 in Führung. Am Ende kassierte es zwar noch zwei Treffer, wurde aber Fünfter. „Ich denke, wir dürfen zufrieden sein“, bilanziert Mohr. Und als die Nachricht durchsickerte, der 1. FC habe den Fairnesspreis von E.ON. Bayern gewonnen, sah die Welt schon ein bisschen rosiger aus. Immerhin gibt’s dafür einen Trikotsatz.

Turnier Königsdorf

Enttäuschte Gesichter, ein paar Tränen – logisch, dass die auch im Lager des SV Ohlstadt zu sehen waren. Kinder nehmen sich Niederlagen meist besonders zu Herzen. Tatsächlich aber hat sich der SVO beim Bezirksfinale sehr ordentlich verkauft. Das sahen auch Abteilungsleiter Markus Weber und Jugendleiter Manfred Lanz so. Sie klopften dem Trainergespann Günther Stadler und Martin Schretter auf die Schulter. Es war wohl das verpasste Halbfinale mit dem TSV 1860 München, das die E-Jugend-Kicker vom Boschet ärgerte. Dazu wäre es nämlich gekommen, hätten die Ohlstädter nach ihrem Auftakterfolg nur noch einmal gepunktet. Korbinian Vogt, überragender Kicker in Reihen der Blauen, traf per Distanz-Freistoß zum 1:0-Erfolg über den FC Eichenau. Allerdings räumte Stadler schon nach dieser Partie ein, der Gegner sei spielerisch „eigentlich die bessere Mannschaft“ gewesen. Allein die Top-Paraden von Tormann Dominik Hofbauer sicherten den anfänglichen Dreier. Problemzone war zweifelsohne der Angriff. So schnittig und leicht wie in den Punktspielen der Gruppe geht es im Bezirksfinale eben nicht. „Offensiv sind wir kaum in Erscheinung getreten“, bestätigt Stadler. Einerseits wollte der Trainer die eigene Abwehr bewusst stärken. Freilich aber nicht gänzlich auf Kosten der Kreativität. Mit Gastgeber Königsdorf befanden sich die Ohlstädter zumindest auf Augenhöhe, sie liefen aber in einen kapitalen Konter, der das Spiel entschied. Zweiter Knackpunkt war die Verletzung von Vogt. Der schussgewaltige Abwehrchef gilt als großes Talent. Seit Wochen aber plagt sich Vogt mit einer Knieverletzung herum. Stark wie er trotz sichtlicher Schmerzen auf die Zähne biss. Da alle vier Teams nach zwei absolvierten Matches punktgleich waren, wäre das Halbfinale machbar gewesen. Doch fingen sich die Ohlstädter gegen Altenerding in der Schlussphase zwei Gegentore ein. Das reichte nicht fürs Halbfinale. Die Partie um Platz fünf gegen Ottobrunn ging dann gleich auch noch in die Hose. Stadler zog dennoch ein positives Fazit: Vor allem die drei Kicker der E2 „sind nicht abgefallen“.

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