„Für die Kinder ist das ein riesiges Highlight“

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Im Kreisfinale hat sich der TuS Holzkirchen (in Grün) mit 8:6 gegen den SV Miesbach durchgesetzt. Am Sonntag spielen beide Mannschaften nun das Bezirksfinale.

Zum 25. Mal verlässt der Merkur CUP am Wochenende seine Kreise, um in die heiße Phase des größten E-Junioren-Fußballturniers der Welt einzutreten.

Am Wochenende stehen für die Nachwuchskicker die Bezirksfinals an, in denen es um den Einzug ins große Endturnier geht, das am 20. Juli im Sportpark Unterhaching ausgetragen wird. Aus dem Landkreis sind heuer der SV Miesbach und der TuS Holzkirchen dabei, die beide am Sonntag spielen. Ob es einer der beiden Mannschaften gelingen wird, sich den Traum vom Finale zu erfüllen? Die Chancen stehen für beide nicht schlecht.

Beide gehen mit Selbstvertrauen in ihre Turniere. „Wir fahren nicht hin, um Letzter zu werden“, stellt Miesbachs Trainer Andreas Linke klar. Ebenso sein Holzkirchner Kollege Martynas Sugzda: „Ich erwarte von meinen Jungs, dass sie selbstbewusst in das Bezirksfinale gehen.“ Seine Parole ist klar Unterhaching, um dort zu stehen, wo den Landkreis in der Merkur-CUP-Historie schon der ASV Miesbach, der TSV Otterfing und zuletzt die SF Föching repräsentiert haben.

Am Sonntagvormittag geht es für die Miesbacher ins Werdenfelser Land, wo sie in der Gruppe auf Gastgeber TSV Farchant – dessen Trainer Stefan Fessenmayer im Merkur CUP 2000 gegen Thomas Müller vom TSV Pähl spielte –, den TSV Peiting sowie den SC Fürstenfeldbruck treffen. In Gruppe B stehen TSV Pentenried, TuS Geretsried, TSV Ebersberg und FC Wacker München. „Wir freuen uns wahnsinnig“, sagt Linke. „Für die Kinder ist das ein riesiges Highlight.“

Umso mehr, als die Vorzeichen für diese Saison nicht rosig waren. Aus einem dünnen Kader von 17 Kickern galt es für Linke, Stefan Folk und Andreas Berger, zwei Teams zu formen. Was gut gelang. „Unsere Elf passen gut zusammen“, freut sich Linke über die Großen, die von vier Buben des jüngeren Jahrgangs unterstützt werden. „Sie sind sehr lernbereit und lernstark“, beschreibt er ihre Stärke. „Ein, zwei Erklärungen, dann haben sie‘s kapiert.“ Unter anderem sei das Rausschlagen der Bälle im Training verboten gewesen. Umgekehrt übten sie das Annehmen hoher Bälle. Einiges an Arbeit habe man investieren und auch Lehrgeld zahlen müssen, aber jetzt passe es, und die Zeit des Erntens sei gekommen. Ein großes Pfund ist neben den spielerischen Fähigkeiten, der Lauf- und Kampfbereitschaft der Buben auch das Umfeld. Der „kleine, feine Fanblock“ biete einen guten Rückhalt. Egal, wie es ausgeht: „Man gewinnt miteinander und verliert miteinander“, betont Linke und ergänzt, dass es wichtig sei zu genießen.

Mit der Kreisklassen-Meisterschaft in der D-Jugend im Rücken kann der TuS auftreten. „Noch ist das Double möglich“, sagt Freddy Heidenreich. Mit seinen TuS-Teamkollegen geht es am Sonntagnachmittag nach Wildsteig. In der Gruppe der Holzkirchner stehen neben den Gastgebern der 1. FC Garmisch-Partenkirchen und der TSV Grünwald, den Trainer Sugzda als Favorit auf das Halbfinale sieht. Aber auch seiner Mannschaft, die nicht nur torgefährlich, sondern auch defensiv stark ist, räumt er gute Chancen ein. Um noch schlagkräftiger zu sein, hat Sugzda den Kader reduziert. Auf eine Zielvorgabe will er verzichten: „Ich denke, die Jungs sind ehrgeizig genug, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen und werden alles versuchen, diese zu realisieren.“ In Gruppe B treten TSV 1860 Lohhof, SV Bad Tölz und Türk Gücü Erding an.

Den Weg ins Bezirksfinale nahmen die Holzkirchner souverän. Nach Vorrunde, Gruppen- und Kreisfinale steht ein Torverhältnis von 91:2 zu Buche. Alle drei Turniere gewann der TuS ohne Niederlage. Die Miesbacher gewannen in ihrer Vorrunden-Gruppe aufgrund des Offensivpunkts und begeisterten mit schönen, konstruktiven Spiel. Im Gruppenfinale setzten sie sich an die Spitze vor der DJK Darching, die dem SV die einzige Niederlage des Tages beibrachte. Im Kreisfinale blieb Miesbach bis zum Endspiel ungeschlagen.

VON HEIDI SEIFERT

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