Die Chance auf Warngau nutzen

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Der Traum wurde wahr: 2014 gewannen die SF Föching überraschend den Merkur CUP. Nun will die neue Generation der Sportfreunde das Husarenstück wiederholen.

Getrennt spielen, gemeinsam siegen: Im Bezirksfinale sind die Sportfreunde Föching am Samstag gefordert – SV Miesbach ist am Sonntag dran

Nach langer Pfingstpause geht es für die beiden Landkreis-Vertreter im Merkur CUP, dem größten E-Jugend-Fußballturnier der Welt,nun endlich in die nächste Runde. Die Bezirksfinale stehen an diesem Wochenende an. Mit dabei sind der SV Miesbach und die SF Föching, die voll Vorfreude dem Wochenende entgegen fiebern. Am Samstag geht es für die Sportfreunde nach Eching, während die Kreisstädter am Sonntag in Königsdorf antreten.

„Wir freuen uns brutal“, sagt Miesbachs Trainer Joki Maier, und auch sein Föchinger Kollege Roman Tomke kann es kaum erwarten. Seit Wochen schon ist der Merkur CUP das Thema am Fichtholz. Die bisher erschienenen Zeitungsartikel hängen laminiert im Vereinsheim und ziehen nach Wochen noch Kinder, Trainer und Fans magnetisch an.

„Wir sind alle komplett aufgeregt – Spieler wie Trainer“, beschreibt Tomke die prickelnde Vorfreude bei den Föchingern. Er selbst habe sich oft mit Markus Philipp ausgetauscht, der 2014 zusammen mit Daniel Johannisborg das Ausnahme-Team der SF bis ins Finale führte. Dessen Truppe wolle am Samstag auch kommen und moralischen Beistand leisten. Auch die große Kuhglocke zum Anfeuern soll dabei wieder im Einsatz sein.

Beim TSV Eching trifft der Kreisfinal-Sieger am Samstag ab 13.30 Uhr neben den Gastgebern auf den TSV Dachau und den TSV Schongau, gegen den es gleich zum Turnierauftakt geht. „Alle Gegner sind für uns neu“, sagt Tomke, der mit seinem Trainerkollegen Stefan Lenz in den vergangenen Wochen zwar konzentriert, aber auch mit viel Spaß und ohne Druck aufzubauen, das Training aufs Bezirksfiale ausgerichtet hat.

Da träumen seine Jungs davon, im Halbfinale auf den FC Bayern zu treffen, der in der zweiten Gruppe am Start ist. „Es ist schon gigantisch, dass wir unter den letzten 36 sind“, sinniert er und setzt optimistisch noch eins drauf: „Jetzt hoffen wir, nach Warngau fahren zu dürfen.“ Dafür freilich sollte es sein Team nicht darauf anlegen, schon im Halbfinale auf den Führenden der ewigen Bestenliste zu treffen. Alle anderen Gegner aber scheinen von der Papierform her machbar.

Am Sonntag in Königsdorf hat der SV Miesbach mit dem TSV 1860 München den härtesten Brocken in der eigenen Gruppe. Dass der aber von einem spielstarken Gegner durchaus in die Enge getrieben werden kann, zeigten Martynas Sugzdas Holzkirchner im Vorjahr. „Vielleicht können wir ja den ein oder anderen ärgern“, hofft Maier, der die Stärke seiner Mannschaft in ihrer Breite und Ausgeglichenheit sieht. „Wir haben keinen Überflieger, den der Gegner ausschalten und damit unser Spiel zerstören könnte“, beschreibt es der Trainer, der bisher 15 Kinder im Merkur-CUP einsetzte. Eines der stärksten wird am Sonntag aber fehlen: Das einzige Mädchen hat sich für den Start beim Miesbacher Schüler-Triathlon entschieden, den der Verein zeitgleich in der Kreisstadt ausrichtet.

Neben den jungen Löwen treffen die Miesbacher mit dem VfB Forstinning auf einen Bekannten. „Eine sehr gute Mannschaft“, bei der man nicht nur den Fallrückzieher-Spezialisten Ron Gosalci im Auge behalten muss. Zehn Tore erzielte der allein im Kreisfinale und wird sich vor den Augen seines zukünftigen Klubs 1860 sicher mächtig ins Zeug legen. Dritter Gruppen-Gegner ist der TSV Ottobrunn, der im Kreisfinale auf eine starke Abwehr baute, die erst Unterhaching im Finale mehrfach knacken konnte.

Als klaren Vorteil sieht es Maier, dass sein Team ohne Druck spielen kann. „Wir müssen nicht weiter kommen“, stellt er fest. Seinen Buben hat er den großen Gegner 1860 München verschwiegen, um die Lage möglichst ruhig zu halten. Seine Mannschaft sieht er in der Lage, den ein oder anderen ärgern zu können. Nach Königsdorf fahren und versuchen, Spaß zu haben – das ist die Devise. Dann sollte es auch mit guten Resultaten klappen. Heidi Siefert

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