Löwen, Lohhof und Tölz eine Nummer zu groß

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Schwerstarbeit: Mit drei übermächtigen Gegnern hatte es Türk Gücü Erding (rote Trikots) zu tun. So wie hier gegen Lohhof war meist die Defensive gefordert.

Der Pfaffenwinkel und die dort gelegene Wieskirche ist ein beliebtes Ausflugsziel. Reisegruppen aus dem Erdinger Raum sind dort nichts Ungewöhnliches.

Der Bus aus der Herzogstadt mit einer Gruppe Fußballer und ihren Fans steuerte aber nicht die bekannte Kirche an, sondern den unweit von ihr gelegenen Sportplatz des SV Wildsteig.

Ziel war das Bezirksfinale des Merkur CUP. Dafür hatte sich die Mannschaft vom FC Türk Gücü Erding qualifiziert. Der Kreisfinalsieger blieb trotz großer Unterstützung seiner in großer Anzahl mitgereisten Fans in einer stark besetzten Vorrundengruppe zwar ohne Sieg. Die Trauer darüber hielt sich aber in Grenzen. „Das Bezirksfinale zu erreichen, war für uns schon ein Riesenerfolg“, stellte Türk-Gücü-Coach Gürel Selcuk klar. „Gegen solche Hockaräter wie den TSV 1860 München in unserer Gruppe darf man verlieren“, nahm der Trainer die drei Niederlagen gelassen hin. „Das Turnier war für die Jungs ein tolles Erlebnis, jetzt sind sie um eine Erfahrung reicher“, urteilte Selcuk über die Tour in den Pfaffenwinkel, die von einigen Wetterkapriolen begleitet wurde.

Sieben Minuten vor Ende der Vorrunde unterbrach Spielleiter Walter Huppmann wegen eines aufziehenden Gewitters den Bewerb, der davor bei strahlendem Sonnenschein begonnen hatte. Nach fast einer Stunde Unterbrechung konnte mit einem abgespeckten Programm – auf die Platzierungsspiele wurde verzichtet – weitergespielt werden. Die Erdinger kamen so zu keinem Einsatz mehr.

Im ersten Spiel musste Türk Gücü gleich einen Dämpfer einstecken. Gegen den spielstarken SV Lohhof setzte es eine 0:4-Auftaktniederlage. In der zweiten Partie gegen den TSV 1860 München, der wie Lohhof später das Finale erreichte, waren die Buben von Türk Gücü ebenfalls auf verlorenem Posten. Bei der 1:5-Niederlage gelang ihnen aber wenigstens ein Ehrentreffer. Im letzten Gruppenspiel gegen den SV Bad Tölz wollten sich die Erdinger unbedingt mit einem Erfolgserlebnis verabschieden. Zwei späte und unglückliche Gegentreffer verhinderten dies jedoch. Sie unterlagen mit 2:4 Toren und beendeten damit die Gruppe als Vierter.

In den etwas verspätet ausgetragenen Halbfinals setzten sich Lohhof hauchdünn mit 2:1 Treffern gegen den TuS Holzkirchen und der TSV 1860 München klar mit 5:0 Toren gegen den TSV Grünwald durch. Bei Letzterem half auch die Unterstützung von Bayern-Legende Arjen Robben nicht, dessen Sohn in Grünwald spielt. Das spannende Endspiel des Bezirksfinales D entschied der Löwen-Nachwuchs knapp aber verdient mit einem 1:0 gegen Lohhof für sich. Den Fairnesspreis sicherten sich die gastgebenden Wildsteiger, die in der Gruppenphase ohne Tore und Punkte blieben.

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