Vor dem Finale abgefangen

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Vielleicht geht was: Der TuS Holzkirchen prüft mit einem harten Schuss den gegnerischen Torwart.

„So ein kompliziertes Turnier hab ich mein Leben noch nicht gehabt“, schüttelte Spielleiter Stephan Hubmann den Kopf.

Dabei war in seinem 17. Merkur CUP-Jahr zum Bezirksfinale D beim SV Wildsteig alles perfekt gerichtet. Die kleine, idyllisch gelegene Anlage im Pfaffenwinkel erstrahlte in Rot und Blau, und der tatkräftige Helfer-Stab in vereinsroten Shirts tat alles dafür, dass sich die Gäste wohlfühlten. Nur aufs Wetter hatten sie keinen Einfluss, und das stellte die Veranstalter arg auf die Probe.

Holzkirchens junge Kicker indes zeigten sich von den Wetterkapriolen wenig beeindruckt. Wie nach dem vorhergegangenen Turnierverlauf nicht anders zu erwarten, traten sie selbstbewusst und siegessicher auf. Das Ziel war das Finale. Doch der SV Lohhof als letzte Hürde auf dem Weg dorthin durchkreuzte die Pläne, und so blieb der undankbare dritte Platz, den sich der TuS gegen den TSV Grünwald sicherte.

„Wir haben ein großartiges Turnier gespielt, über 100 Tore erzielt, dabei stets auf technisch anspruchsvollen Fußball gesetzt und viel Lob von alles Seiten erhalten“, resümierte Martynas Sugzda, nachdem sich mit Grünwald als Gegner im kleinen Finale für Holzkirchen der Kreis geschlossen hatte. „Darauf können die Jungs wirklich sehr stolz sein.“

Konzentrierte Gesichter: Der TuS Holzkirchen nahm das Bezirksfinale sehr ernst.

Bereits zum Auftakt war es gegen die alten Bekannten aus dem Münchner Süden gegangen, und das hatte mit einem Paukenschlag begonnen. „Wahrscheinlich war es das schnellste Merkur-CUP-Tor überhaupt“ mutmaßten die Zuschauer, als Grünwald unmittelbar vom Anstoß weg zum 1:0 traf. Aufatmen dann, als Leon Haller einen Foulelfmeter trocken zum 1:1 verwandelte. So hatte man immerhin einen Punkt gegen den stärksten Vorrunden-Gegner geholt.

Weder der FC Garmisch-Partenkirchen (4:1) noch Gastgeber Wildsteig (7:0) sollten auf dem Weg ins Halbfinale ein Problem sein. Und weil sich in der zweiten Gruppe der TSV 1860 München mit identischer Punktzahl, identischem Torverhältnis und Unentschieden im direkten Vergleich mit einem mehr erzielten Treffer gegenüber Lohhof an die Spitze der Gruppe B gesetzt hatte, ging man den jungen Löwen wunschgemäß im Halbfinale aus dem Weg.

Vielleicht wären sie aber mit ihrer Spielweise am Ende der einfachere Gegner gewesen als der sehr kompakte SV Lohhof, der seine besondere Stärke im unbedingten Mannschaftsgeist hatte. Beide Tore resultierten aus Standards. Das erste konnte Max Holzinger mit einem energischen Sturmlauf noch umgehend ausgleichen. Ein zweites Mal sollte das nicht mehr gelingen. Hätte es einen Treffer des Tages zu prämieren gegolten, den Titel hätte Emil Mitterer verdient, der im Spiel gegen Garmisch in hohem Boden den am Spielfeldrand in der Sonne glänzenden Merkur CUP traf.

Dass ihn Thorsten Horn, Technischer Leiter des Merkur CUP, kurz darauf wegpackte, lag nicht an der Angst vor einem neuerlichen Treffer. Nach mehreren Regenschauern zog nun auch ein Gewitter auf, das eine lange Spielpause erzwang. Das hatte zur Folge, dass nur das Finale ausgespielt wurde. Das Spiel um Platz drei fiel aus und wurde durch Achtmeterschießen entschieden. Alle weiteren Teams wurden auf Rang fünf gesetzt.

VON HEIDI SIEFERT

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