Besonderer Poinger Pokal- und Fairnesserfolg

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Fair-Play lohnt sich: Der Poinger U11-Junior Sebastian Maurer wurde in Weyarn gesondert geehrt.

Uwe Vaders war es am Ende eines heißen Bezirksfinals bei der Siegerehrung ein ganz besonderes Anliegen, E-Juniorenfußballer Sebastian Maurer vom TSV Poing nach vorne zu bitten.

Für den Gesamtleiter des Merkur CUP hatte sich der Bub die spontane, individuelle Ehrung auch redlich verdient.

Im Vorrundenspiel gegen den Turnierausrichter TSV Weyarn hatte Maurer vermeintlich einen Treffer erzielt, wurde am Anstoßkreis jedoch vom Unparteiischen angesprochen und gab daraufhin fair zu: „Nein, der Ball war nicht vollständig hinter der Linie.“ Der Treffer wurde annulliert und Maurer von Vaders für die Demonstration „des Merkur CUP-Grundgedanken“ mit einer Ehrenmedaille sowie einer spontanen Einladung für den Trip des Fairnesspreissiegers nach Bologna, inklusive eines Elternteils eingeladen.

Es war der krönende Abschluss eines denkwürdigen und wohl einmaligen Poinger Wochenendes, das mit dem 2:0-Triumph der E1-Junioren über den TSV Pliening/Landsham im Sparkassenpokalfinale in Vaterstetten seinen Anfang genommen hatte. Angefeuert von einem großen blau-gelben Anhang, hielt Poings Keeper Philipp Bürgermeier sein Team bis zur Halbzeit mit drei Paraden im Spiel. Nach Wiederbeginn war es Philipp Schindlbeck, der die Seinen per verwandeltem Achtmeter auf Pokalkurs manövrierte. Sebastian Maurer besorgte den 2:0-Endstand und schlüpfte mit seinen Teamkollegen ausgelassen in die eigens angefertigten Pokalsieger-Shirts, die abends entsprechend stolz auf dem Poinger Straßenfest, samt Pokal präsentiert wurden. Bühnenauftritt zu einem Sportfreunde Stiller-Song inklusive.

„Da war es dann schon gut, dass unser erstes Merkur CUP Bezirksfinale in der Vereinsgeschichte erst am Nachmittag war“, meinte Cheftrainer Stefan Bürgermeier. In Weyern traf man zunächst bei „einem super organisierten Turnier“ auf den starken 2007er-Jahrgang des FC Bayern München. „Wenn man sieht, dass die mit 19:0-Toren ins Halbfinale eingezogen sind und souverän das Turnier gewonnen haben, haben wir uns mit einem 0:3 richtig gut geschlagen“, so Bürgermeier.

Philipp Schindlbeck ließ mit seinem verwandelten Achtmeter zum 1:0-Erfolg über Weyarn vor dem entscheidenden Duell um Gruppenplatz zwei gegen den TSV Grünwald Halbfinal-Hoffnungen aufkeimen. „Allerdings war bei uns ein bisschen die Power raus und Grünwald technisch einfach weiter“, fasste Bürgermeier die 0:1-Pleite zusammen.

Nichtsdestotrotz sicherten sich die Poinger mit einem 2:1-Sieg über Geretsried einen beachtlichen fünften Platz (Tore: Moritz Hofer, Leon Wolf). „Zusammengerechnet sind wir somit unter den besten 20 von 365 Mannschaften gelandet“, freute sich Bürgermeier, der seine sportliche Verantwortung nun aufgibt, über „einen super Abschied mit einem Highlight-Wochenende, das ohne meinen Co-Trainer Stefan Eittinger und die Unterstützung der Eltern nicht möglich gewesen wäre“.

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