Angenehme Atmosphäre

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Tapfer dagegengehalten haben die Buben des TSV Weyarn gegen den FC Bayern München.

TSV Weyarn ein perfekter Gastgeber und hat Pech im Achtmeterschießen – FC Bayern holt sich Turniersieg

 „So eine schöne Kulisse hab ich hier selten gesehen“, sagte TSV-Trainer Peter Babl über das bunte Treiben auf der Weyarner Sportanlage. Am Sonntagnachmittag war der TSV auf eigenem Platz Gastgeber für das Bezirksfinale D, in dem es darum ging, die letzten beiden Teams für die Endrunde im Merkur CUP 2018 zu finden. Erwartungsgemäß siegte der FC Bayern als Vorjahres-Zweiter und Rekordgewinner. Doch wer würde das zweite Ticket lösen? Am Ende war es der TSV Grünwald, der überglücklich Vereinsgeschichte schrieb, weil er zum ersten Mal in die Runde der letzten Acht einzog. Dritter wurde die SpVgg Altenerding. Das Team mit dem einzigen Mädchen im Turnier scheiterte im Halbfinale mit 0:1 an Grünwald.

Wie beim diesjährigen Merkur CUP schon in allen vorangegangenen Turnieren im Landkreis, war auch das Bezirksfinale getragen von einer rundum fairen und angenehmen Atmosphäre. Da wurde gekämpft und angefeuert, mit kollektivem Klatschen motiviert und beizeiten getröstet. Nur der Spielweise merkte man bisweilen an, dass in der Stadt schon mal mit anderen Tricks gearbeitet wird. Gastgeber Weyarn musste sich gleich im Auftaktspiel gegen Grünwald daran gewöhnen. Dazu kamen die klaren körperlichen Vorteile der Münchner. So ging es mit 0:3 ins Turnier, dem eine knappe Entscheidung gegen den TSV Poing folgen sollte. Nach Chancen auf beiden Seiten brachte ein verwandelter Achtmeter Poing den Sieg.

Und der schwerste Gegner sollte erst kommen. Doch wenngleich die Bayern den TSV von Anfang an unter Druck setzten, hielten die Babl-Burschen tapfer dagegen. Noch mehr Zuversicht strahlten die kleinen Fans aus. „Ihr schafft acht Tore“, munterte ein junger Schlachtenbummler beim 0:7 kurz nach der Pause das Team auf. Am Ende stand es 0:12. Dass sie Tore schießen können und Nerven wie Drahtseile haben, bewies Weyarn im Platzierungsspiel gegen die SG Bad Kohlgrub/Unterammergau, das regulär 1:1 endete (Michael Babl). Im folgenden Achtmeterschießen entschärfte der TSV-Torhüter den ersten Schuss, dann trafen Henry Wolters (2 Mal), David von Berg, Fabio Sacco (2), Leonhard Steilner, Michael Babl, Adrian Specht und Henri Baumgartner, bis der SG-Torhüter Weyarns elften Schuss mit den Fingerspitzen übers Tor lenkte.

Natürlich wurden Bezirksfinal-Sieger Bayern und Mit-Qualifikant Grünwald entsprechend gewürdigt. Der heimliche Star indes war Sebastian Maurer, der verlegen im Mittelpunkt des Geschehens stand, als ihn Uwe Vaders herausgebeten hatte. In einer strittigen Situation war dem Stürmer aus Poing der Führungstreffer seines Teams gegen Gastgeber Weyarn zugesprochen worden. Der Bub korrigierte den Schiedsrichter aber und eroberte damit die Herzen der Zuschauer. Insbesondere das von Merkur-CUP-Motor Vaders, für den Fair Play noch weit über dem sportlichen Aspekt des weltweit größten E-Junioren-Turniers steht. „Du bist ein Vorbild für alle“, lobte er Sebastian, hängte ihm eine Medaille um und lud ihn spontan mit einem Elternteil zur Fahrt nach Bologna ein. Den Mannschafts-Fairnesspreis bekamen die Gastgeber.

Am Ende eines langen Fußballnachmittags verfolgten die letzten Gäste das Elfmeterschießen im WM-Spiel zwischen Spanien und Russland auf der großen Leinwand, während Platzwart Georg Strasser mit seinem kleinen Traktor ans Aufräumen ging. Eine etwas weitere Strecke als über den Platz fasste Vaders ins Auge: „Ich fahre auch nach Altötting, damit das Wetter in Altenerding schön wird“, kündigte er für das große Finale am 14. Juli an. " sport seite 30 & 31

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