Mit Stolz erfüllt

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Riesenjubel bei den Nachwuchs-Fußballern des TuS Geretsried, nachdem sie das Halbfinale erreicht hatten. Dort war allerdings gegen den SC Fürstenfeldbruck Schluss.

Geweint haben am Ende viele. Die Spieler – „und sogar der Himmel“, wie es der Geretsrieder Trainer Christian Hott formulierte. Minuten zuvor war sein E-Jugend-Team im Halbfinale ausgeschieden.

Nach dem 0:4 gegen den SC Fürstenfeldbruck entlud sich der Gewitterschauer über dem Farchanter Sportplatz (Kreis Garmisch-Partenkirchen) und mischte sich mit den Tränen der E-Jugendlichen. Doch sie trockneten schnell. Vierter im Bezirksfinale sei doch eine ordentliche Leistung, findet Co-Trainer Klaus Petri. Die Geretsrieder verkraften Niederlagen, egal wie schmerzhaft sie sein mögen, relativ schnell. Das haben ihnen die Trainer gelehrt. „Wir denken immer positiv“, betont Coach Hott.

Diese Einstellung überträgt sich auf die Eltern. Keine Mannschaft brachte so viele und vor allem so laute Unterstützer mit nach Farchant. Nach Toren feierten die Kinder gemeinsam am Spielfeldrand mit den Mamas und Papas. Noch wichtiger für die Coaches: „Sie halten sich zurück mit negativen Kommentaren“, lobt Hott. Auch wenn ihre Kleinen nicht immer spielen, was sich bei einem Kader mit 13 Fußballern kaum vermeiden lässt.

Der Teamgeist verhalf der TuS-Jugend zu drei Erfolgen in der Vorrunde über Pentenried (8:0), Ebersberg (2:0) und Wacker München (1:0) – Hotts Top-Favorit und späterer Sieger. „Eines unserer besten Spiele der vergangenen Jahre“, sagt Hott, der sein Team auf Offensiv-Fußball getrimmt hat.

Im fünften Jahr betreut er die Geretsrieder Talente. Jetzt hört er auf. „Der Akku ist leer, ich bin leer.“ In der Vergangenheit habe die Familie ganz schön zurückstecken müssen. Die Zeit, die die Arbeit mit einem Jugend-Team beansprucht, unterschätze man gerne. Den nächsten Schritt gehen seine Burschen nun mit einem neuen Coach. „Für mich geht’s erst einmal auf die Couch“, sagt der Vater von drei Kindern.

Im Halbfinale und Spiel um Platz drei (2:3) fehlte nicht nur dem Trainer, sondern auch seinem Team die Kraft. Trotzdem betont Hott: „Wir sind nicht sauer, sondern mit Stolz erfüllt.“

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