„Wir sind unglaublich stolz“

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„Wir gehen fair miteinander um!“ Lukas Malenke vom TSV Eching las vor den Spielen aus dem „Buch der Werte“ des Merkur CUP vor.

Ein Sieg. Ein einziger Sieg hat dem TSV Eching gefehlt, um zum ersten Mal seit 1995 wieder ins Große Finale des Merkur CUP einzuziehen. Doch trotz der Niederlage im Halbfinale gegen Kirchheim waren die beiden Trainer „unglaublich stolz“ auf ihre E-Juniorenkicker. Denn die hatten in der Gruppenphase ihres „Bezirksfinales dahoam“ tolle Moral bewiesen.

Einem Echinger Spieler wurde bereits vor dem Anpfiff der ersten Partie eine große Ehre zuteil: Kapitän Lukas Malenke durfte ans Mikrofon und wichtige Passagen aus dem Buch der Werte des Merkur CUP vorlesen. „Wir achten und schätzen den Gegner und gehen fair miteinander um“, zitierte Lukas. Und weiter: „Wir sind tolerant, offen und leben die Freundschaft und lernen, nicht nur mit Erfolg, sondern auch mit Niederlagen umzugehen.“ Dies sind die Prinzipien des Merkur CUP – des größten E-Jugend-Fußballturniers der Welt.

Der Coach und seine Rasselbande: Florian Bittner hatte mit seinen Zebra-Junioren jede Menge Gaudi.

Apropos Erfolg: „Wenn wir das erste Spiel gegen Dachau gewinnen sollten, dann ist alles möglich“, hatte der Echinger Trainer Lars Wutzler vor dem Bezirksfinale gesagt. Und das haben sich seine Junioren zu Herzen genommen: Sie siegten in ihrem ersten Match gegen den TSV 1865 Dachau mit 3:1. Dabei konnten sie vor allem bei ihrem Keeper Fabian Lehmann bedanken: Er rettete mehrmals in höchster Not, bevor Bastian Wutzler die Zebras per Freistoß mit 1:0 in Führung brachte. In der zweiten Hälfte bekamen die Echinger die Partie mehr und mehr in den Griff und ließen sich auch durch das 1:1 von Arda Uygun nicht von der Siegerstraße abbringen: Melih Ilgen und Lucas Furlani schossen sogar noch den Zusatzpunkt heraus, den es für drei oder mehr eigene Tore in einer Begegnung gibt – ein perfekter Start für die Echinger Buben. Und sie legten nach: Lucas Furlani und Bastian Wutzler sorgten gegen den TSV Schongau (2:0) für den zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel.

Das Halbfinale war den Zebras damit schon sicher. Blieb nur noch die Frage: Kann der TSV Eching dort dem übermächtigen FC Bayern aus dem Weg gehen? Dafür mussten die Gastgeber ihre Gruppe gewinnen – doch dieses Unterfangen war gar nicht so leicht: Im Parallelspiel führte Dachau bald mit 3:0 gegen Schongau – während die Zebras gegen die Sportfreunde Föching plötzlich mit 0:1 hinten lagen. „Aber die Jungs haben eine super Moral gezeigt“, lobte Trainer Lars Wutzler. Melih Ilgen und Lucas Furlani drehten in Halbzeit zwei den Rückstand noch in einen 2:1-Sieg.

Der Coach und seine Rasselbande: Florian Bittner hatte mit seinen Zebra-Junioren jede Menge Gaudi.

Dass die Echinger dann weder im Halbfinale gegen den Kirchheimer SC (0:3) noch im Spiel um Platz drei gegen Dachau (0:2) mithalten konnten, war für den Coach hinterher nicht mehr wichtig: „Ich bin super stolz –einfach toll, was die Jungs geleistet haben“, sagte Lars Wutzler. „Natürlich wären wir gerne zum Großen Finale gefahren. Aber Kirchheim war eine Nummer zu groß – das muss man einfach akzeptieren.“ Dem konnte sich Florian Bittner nur anschließen: „Ich bin so unglaublich stolz auf das Team. Es ist ein schönes Gefühl, dass wir es durch den Einzug ins Halbfinale sozusagen unter die Top 16 geschafft haben“, freute sich der Trainer, der die Echinger E-Junioren aber nicht mehr lange betreuen kann: Bittner spielt künftig für den Regionalligisten FC Unterföhring. Aber da wäre ja noch das Sparkassen-Cup-Finale am Sonntag, 9. Juli, in Marzling gegen den TSV Moosburg: „Wenn die Jungs dieses Spiel gewinnen, werde ich ihnen was Schönes spendieren. Das haben sie sich verdient.“

Nicht verdient hatte das Bezirksfinal-Turnier jedoch eine Szene, die sich nach dem Halbfinale zwischen Bayern München und Dachau 65 abspielte: Schiedsrichter Stephan Fox bekam von einem Spielervater der Dachauer Schläge angedroht. „Der hat alles anders gesehen als wir Unparteiischen und ist erst gegangen, als wir ihm mit der Polizei gedroht haben“, berichtet Fox. Wie heißt es doch auch im Buch der Werte, aus dem Lukas Malenke eingangs vorgelesen hatte? „Wir respektieren die Entscheidungen.“ Da hat ihm dieser Spielervater offenbar nicht zugehört.

Den kompletten Zeitungsbericht zum Kreisfinale gibt's hier zum Download.

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