Der SVE stürmt ins große Finale

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Abgeschirmt: Hier bedrängen die Eichenrieder Robin Rößing (l.) und Maximilian Hartinger (r.) den Gaißacher Jonas Hohnhold, kommen aber nicht an den Ball.

Gastgeber wird überraschend Zweiter hinter Dornach – Herrsching gewinnt den Fairness-Preis

Der SV Eichenried war nach dem Kreisfinale beim Bezirksfinale ein zweites Mal ein hervorragender Gastgeber beim Merkur CUP 2019. Und die E-Junioren des SVE haben dem Ganzen die Krone aufgesetzt: Erstmals waren sie in einem Bezirksfinale und haben sich nun für das große Finale in zwei Wochen in Unterhaching qualifiziert. Vier Bezirksfinals fanden am Wochenende statt, und jeweils die beiden Endspielteilnehmer kamen weiter.

„Spielt fair und habt Spaß“, gab SVE-Jugendleiter Berthold Tillmann bei der Begrüßung den acht Teams mit auf den Weg in dieses Turnier. Nachdem SVE-Spielführer Marcel Renner, assistiert von seinen Mannschaftskameraden Maximilian Beer und Robin Rößing, den Ehrenkodex aus dem Buch der Werte vorgelesen hatte und Merkur CUP-Gesamtleiter Uwe Vaders das ganze Stadion „Fairplay im Leben ist unser Ziel“ wiederholen ließ, ging es los.

Überschäumende Freude: SVE-Trainer Wolfgang Föhringer (M.) wird nach dem knappen Halbfinalsieg gegen den TSV Eching von den jubelnden (v. l.) Felix Stangl, Vincent Steidler und Maximilian Beer schier erdrückt.

Für die Gastgeber aber alles andere als verheißungsvoll. Der erste Gegner war der SV Dornach, der im gesamten Turnierverlauf alles gewinnen sollte – und das auch noch ohne Gegentreffer. „Ihr müsst mutig sein, ihr könnt es doch“ – das SVE-Trainergespann Wolfgang Föhringer und Norbert Beer versuchte, seine Schützlinge zur Pause nochmal zu pushen. 0:2 lagen sie zurück, und dabei blieb es nach einem packenden Schlagabtausch. Gegen den SV Münsing-Ammerland, der zweite Bezirksfinal-Neuling in diesem Achterfeld, gerieten die Grünweißen dann auch in Rückstand. Maxi Beer und Renner antworteten mit einem Doppelschlag. Die Gäste vom Starnberger See glichen aus, und in dieser verrückten ersten Halbzeit traf Kapitän Renner auch noch zum 3:2. Kaum zu glauben, aber das war dann auch der Endstand. Einen Zusatzpunkt gab’s auch noch wegen drei erzielter Treffer.

„Ein Sieg noch und wir sind im Halbfinale“ – Trainer Föhringer hatte schon Gaißach im Fokus. „Mia san mia, mia san mia, mia san stärker wie a Stier“ stimmten sich die Gaißacher wie vor jedem Spiel ein, aber es half nichts. Mit einem 4:1-Sieg ließen die Gastgeber im dritten und letzten Gruppenspiel nichts anbrennen. Rodrigo „Rudi“ Esteves und Vito Hirner legten schnell zwei Tore vor. Mit einem Abwehrversuch ins eigene Tor verhinderte Gaißachs Peter Margreiter zwar einen erneuten Treffer von Hirner, aber das 3:0 war es trotzdem. Max Schober legte nach der Pause das 4:0 nach, ehe dem nie aufsteckenden SCG der Ehrentreffer gelang. Wieder gab’s einen Zusatzpunkt für die Torflut, und der SVE schloss die Gruppe A als Zweiter mit 8 Zählern hinter Dornach (9) ab, das gegen Gaissach 2:0 und Münsing 1:0 gewonnen hatte. Auf den Plätzen drei und vier folgten mit je zwei Zählern Münsing mit dem besseren Torverhältnis vor Gaißach.

In der Gruppe B hatte sich der TSV Eching mit 7 Punkten vor dem TSV Herrsching (4), SC Baldham-Vaterstetten (3) und ASV Dachau (1) durchgesetzt. In den Halbfinals standen sich Dornach und Herrsching (4:0) sowie Eichenried und Eching gegenüber. Die stark eingeschätzten Echinger, immerhin das neunte Mal in einem Bezirksfinale, bissen sich an den spielerisch wie kämpferisch von Spiel zu Spiel besser werdenden Eichenriedern die Zähne aus. Renner traf kurz vor der Pause, und dieses 1:0 wurde in einer Abwehrschlacht erfolgreich verteidigt. Es folgte überschäumender Eichenrieder Jubel, auch wenn später noch das Endspiel folgen sollte. Die Teilnahme am großen Finale in Unterhaching hatte man schließlich in der Tasche.

Fairplay steht im Mittelpunkt: Vor Beginn des Turniers wurde der Ehrenkodex verlesen. Das übernahm Eichenrieds Spielführer Marcel Renner (l.). Dabei assistierten ihm (v. r.) Maximilian Beer und Robin Rößing.

Ebenso Gegner Dornach, der ins Turnier mit einem 2:0 gegen die Gastgeber gestartet war und dies mit demselben Resultat und damit dem Turniersieg auch abschloss. BFV-Kreisspielleiter Torsten Horn, Moosinnings Bürgermeisterin Pamela Kruppa und EA/DA-Redaktionsleiter Hans Moritz nahmen die Siegerehrung vor. Jürgen Hilz vom Sponsor ESB überreichte den Fairnesspreis an den TSV Herrsching.

Der 25. Merkur CUP

ist das weltweit größte E-Jugend- Fußballturnier. Es wird vom Münchner Merkur sowie dem BFV veranstaltet und von den Premiumsponsoren ESB Energie Südbayern, CEWE, frostkrone Tiefkühlkost sowie dem Ausrüster macron gefördert. Außerdem unterstützen der FC Bayern München, die SpVgg Unterhaching und der TSV 1860 das Turnier. Weitere Förderer: FC Bayern Erlebniswelt, Allianz Arena, Howe, Busreisen Geldhauser und Alpenbauer Bonbons. ESB ist Fairplay- Partner des Merkur CUP und hat das Buch der Werte maßgeblich finanziell unterstützt.

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