Das ganz bittere Aus

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Antreiber und Trostspender: Die SCBV-Trainer Christian Reber (kniend) und Manfred Berroth (l.) in einer Pause.

Buben des SC Baldham-Vaterstetten scheitern im Bezirksfinale ohne Niederlage

Der Trainer der U11-Juniorenkicker des SC Baldham-Vaterstetten konnte nur den Kopf schütteln. Denn erst im vierten Spiel des Bezirksfinales B des Merkur CUP in Eichenried platzte der Knoten. Sieben Mal netzten die Schützlinge von Christian Reber, Martin Berroth und Tom Herzig gegen den SV Münsing-Ammerland ein. Das 7:0 bedeutete im Endklassement den bitteren fünften Rang – denn der SCBV-Nachwuchs verfehlte, obwohl ungeschlagen, das durchaus mögliche große Finale am 20. Juli im Unterhachinger Sportpark.

„Wir waren gefühlt in den ersten drei Partien von der Spielanlage her besser und haben unheimlich viele Torchancen gehabt“, so Reber. „Klar, die Gegner hatten auch welche, aber wesentlich weniger. Bei uns sind die Bälle halt vorne nicht reingegangen – und dann scheidet man leider aus.“

Und wieder nichts: Die Baldhamer scheiterten in der Vorrunde zigfach vorm Tor der Gegner.

In allen drei Gruppenspielen agierten die Baldhamer Buben druckvoll und waren meist spielbestimmend mit einer Vielzahl bester Möglichkeiten, aber der Ball wollte einfach nicht über die Linie. 0:0 endete das Auftaktmatch mit dem ASV Dachau. Auch gegen den stark eingeschätzten TSV Eching hätte der Sieger SCBV heißen müssen. Das Freistoßtor von Lukas Wohlrab hielt bis eine Minute vor Schluss, ehe nach einer TSV-Ecke der 1:1-Ausgleich fiel. Unschuldige Wassereimer und Trinkflaschen wurden zu Flugobjekten, nachdem auch im letzten Gruppenspiel beim 0:0 gegen die Herrschinger Defensivkünstler nur ein Punkt heraussprang. Der Gegner kam ins Halbfinale, der SCBV ins Platzierungsspiel der beiden Gruppendritten.

„Da war jeder Druck weg“, meinte Coach Reber hinterher. „Die Buben haben befreit aufgespielt, das war kein wildes Schießen.“ Lukas Wohlrab (Vorlage Lennard Kronauer), Marlon Berrot per Doppelpack (Wohlrab, Kronauer) und Verteidiger Jonas Mahncke sorgten für den 4:0-Pausenstand. Danach stellte erneut Mahncke nach Pass von Robin Bein auf 5:0, bevor der sechste Streich anders herum fiel: Flanke Mahncke, Kopfballtor Bein. Den Schlusspunkt setzte Ben Schermann (Mahncke). Das in den Gruppenspielen Versäumte war aber nicht wettzumachen. Reber: „Dornach war mein Favorit und hat das Turnier verdient gewonnen. Die Eichenrieder haben es super gemacht und auch im Halbfinale das Glück gehabt, das uns gefehlt hat.“

Viel Zeit, Trübsal zu blasen, hatten die Baldhamer aber nicht. Gestern Früh ging es gleich zu einem Turnier nach Neuhadern. Und zur neuen Saison wird die E-Jugend geschlossen in die nächste Altersklasse wechseln. Mit guten Erinnerungen und viel Stolz über das Erreichte im Merkur CUP – und ein kleines bisschen Traurigkeit über eine verpasste Chance.

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