Altenerding schreibt Vereinsgeschichte

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Altenerdinger Erfolgsgarant: Ioannis Petkos bejubelt einen seiner Treffer im Bezirksfinale in Königsdorf.

Riesenjubel in Altenerding: Die E-Junioren der SpVgg haben erstmals in ihrer Geschichte das große Finale des Merkur CUP erreicht. Beim TSV Dorfen herrscht dagegen Ernüchterung. Er hat das Bezirksfinale nicht überstanden.

Die Altenerdinger E-Junioren haben am Sonntag beim Merkur-CUP-Bezirksfinale in Königsdorf Geschichte geschrieben. Erstmals hat sich ein Team der SpVgg für das große Finale am Samstag, 15. Juli, in Warngau qualifiziert. „Ich bin total überwältigt von der Leistung und Willenskraft der Jungs“, sagte Trainer Florian Aldinger glücklich. „Insgeheim haben wir auf das Finale gehofft, aber dass wir so ein Turnier spielen und kämpferisch sowie spielerisch überzeugen, damit war nicht zu rechnen. Es war eine phänomenale Leistung meiner Mannschaft, die mit dem Sprung ins große Finale belohnt wurde.“

Schon im Auftaktmatch zeigten sich die Veilchen entschlossen und führten nach zwei Minuten dank der Treffer von Ioannis Petkos und Nico Meurer 2:0 gegen Gastgeber TSV Königsdorf. Als der TSV noch vor der Pause verkürzte, wurde es wieder spannend. In der zweiten Hälfte hatte die SpVgg bei einem abgefälschten Schuss großes Glück, aber der Sieg geriet am Ende nicht mehr in Gefahr.

Die Löwen ins Schwitzen gebracht

Im zweiten Match setzte es gegen den FC Eichenau eine 1:2-Niederlage. Obwohl man optisch überlegen war, kam der FCE in der zweiten Hälfte zu einer 2:0-Führung. Zwar konnte Patrick Lisciewicz drei Minuten vor dem Ende noch verkürzen, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen.

So hatten vor den abschließenden Spielen alle vier Teams in der Gruppe A drei Zähler auf der Habenseite. Mit einem 2:0-Erfolg gegen den SV Ohlstadt schafften es die Veilchen in die Vorschlussrunde. Altenerding war von Beginn an dominant, versäumte es aber, frühzeitig in Front zu gehen und hatte zudem bei einem Alu-Treffer von Meurer Pech. Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte Petkos sein Team in Führung. Als dann ein Schuss von ihm zum 2:0 im langen Eck landete, war die Entscheidung gefallen, und die Lila-Weißen waren sogar Gruppensieger.

Im Halbfinale ging es gegen den VfB Forstinning, der aufgrund des starken Auftritts in der Vorrunde leicht in der Favoritenrolle war. Aber die Altenerdinger Kicker zeigten sich von der Expertenmeinung wenig beeindruckt, und schon nach wenigen Augenblicken staubte Meurer zum 1:0 ab. Schon im Gegenzug glich der VfB aus. Nach einem Foul an Petkos verwandelte Tyler Tenger den fälligen Strafstoß zum 2:1 für Altenerding. Nur eine Minute später stand es 2:2. Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein Match auf Augenhöhe, in dem die Veilchen vier Minuten vor dem Ende den Lucky Punch landeten. Der VfB-Keeper konnte einen Schuss von Meurer nicht festhalten, und Petkos schoss sein Team ins Endspiel. Nach dem Abpfiff bildete sich eine große Jubeltraube, in der der Torschütze kaum noch zu sehen war.

Dorfen hadert mit sich und dem Schiri

Die Qualifikation fürs große Finale hatte die SpVgg schon sicher in der Tasche. Wer nun aber geglaubt hätte, damit würde sie sich begnügen, sah sich im Endspiel gegen den TSV 1860 München getäuscht. Beinahe wäre dem Team die ganz große Sensation gelungen. Mit großer Leidenschaft verteidigte es das torlose Remis. Drei Minuten vor dem Ende war es dann aber doch soweit. Dem Goldenen Tor der Löwen ging allerdings eine fragwürdige Schiedsrichterentscheidung voraus. Bei einem aus Altenerdinger Sicht fairen Tackling von Julian Geiger hatte der Referee ein Foulspiel erkannt und entschied in gefährlicher Position auf Freistoß. Zu allem Überfluss fälschte Konrad das Leder unglücklich unter die Latte ab.

Weniger zu jubeln hatten die Nachwuchskicker des TSV Dorfen bei ihrem Bezirksfinale in Schwabhausen. Im ersten Gruppenspiel wartete der TSV Iffeldorf. In einem knappen Spiel setzten sich die Vertreter aus dem Erdinger Landkreis 2:1 durch. Daniel Mooser brachte die Dorfener in Führung. In der Folge verpassten sie trotz guter Möglichkeiten ein höheres Ergebnis. Dann glichen die Kontrahenten durch einen zumindest fragwürdigen Elfmeter aus. Am Ende jubelten die Isenstädter trotzdem, denn Fabian Brauer traf kurz vor Schluss zum 2:1.

Mit dem SC Eintracht Freising musste sich Dorfen im zweiten Gruppenspiel messen. Es entwickelte sich ein rassiges Fußballspiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Doch dem TSV stand hier nicht nur die eigene Chancenverwertung im Weg, sondern auch der Unparteiische. Kurz vor dem Schlusspfiff zeigte er zur Verwunderung vieler auf den Elfmeterpunkt, der zum Siegtreffer der Freisinger führte. „Mir wurde von mehreren Trainern bestätigt, dass diese Entscheidung falsch war“, sagt Trainer Jörg Lüers. „Die Jungs haben sich vor den Kopf gestoßen gefühlt.“

Dadurch ließ im letzten Gruppenspiel gegen den TSV Schwabhausen die Konzetration nach, und man musste sich dem Gastgeber 0:2 geschlagen geben. So reichte es am Ende nur zum dritten Tabellenplatz. Im Spiel um Platz fünf wartete der SV Planegg-Krailling. Durch ein Tor von Samuel Müller führten die Dorfener lange 1:0. Doch in der zweiten Hälfte drehten die Planegger das Spiel und siegten noch 2:1.

„Wir hatten die Chancen aufs Halbfinale, hätten unsere Möglichkeiten aber nutzen müssen. Dennoch wurden wir darin bestätigt, dass wir auf diesem Niveau mithalten können. Ein großes Lob an die Jungs.“ Trotz des eigenen Ausscheidens hat Lüers auch ein Lob für Altenerding übrig. „Wir haben uns sehr für sie gefreut und hoffen, dass sie im großen Finale die Fahnen des Erdinger Landkreis-Fußballs hochhalten werden.“

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