SC Baldham-Vaterstetten gewinnt das Kreisfinale

Merkur Cup: An den SCBV-Buben ist kein Vorbeikommen

Hier jubeln die erfolgreichen U11-Fußballer des SC Baldham-Vaterstetten um Trainer Christian Schmidt (hi., r.), die nicht nur einen Schritt näher am großen Finale in Unterhaching (16. Juli) sind. Der Kreissieger erhielt von Turnierleiter Christos Sofis (hi., M.) und EZ-Sportredakteur Olaf Heid neben der Fahrkarte ins Bezirksfinale auch CUP-Shirts, zwei Bälle, 17 Tickets für ein Spiel des FC Bayern München in der Allianz-Arena sowie eine Tasche gefüllt mit feschen Trikots durch den lokalen CUP-Partner, die Raiffeisen-Volksbank Ebersberg überreicht.
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Hier jubeln die erfolgreichen U11-Fußballer des SC Baldham-Vaterstetten um Trainer Christian Schmidt (hi., r.), die nicht nur einen Schritt näher am großen Finale in Unterhaching (16. Juli) sind. Der Kreissieger erhielt von Turnierleiter Christos Sofis (hi., M.) und EZ-Sportredakteur Olaf Heid neben der Fahrkarte ins Bezirksfinale auch CUP-Shirts, zwei Bälle, 17 Tickets für ein Spiel des FC Bayern München in der Allianz-Arena sowie eine Tasche gefüllt mit feschen Trikots durch den lokalen CUP-Partner, die Raiffeisen-Volksbank Ebersberg überreicht.

71 Tore, 18 Spiele, drei Gewinner: Das Kreisfinale des Merkur CUP am Sonntag im Poinger Sportzentrum war ein Spektakel.

Poing – Mit den siegreichen U11-Juniorenfußballern des SC Baldham-Vaterstetten und dem TSV Zorneding überragten zwei Mannschaften, die sich das Ticket für das Bezirksfinale sicherten. Der ESB-Fairness-Preis ging dazu an die SpVgg Markt Schwabener Au.

Der Merkur CUP hat an seiner Attraktivität bei den Nachwuchsfußballern trotz zweijähriger Corona-Pause nichts eingebüßt. Wie „die Großen“ fühlen sich „die Kleinen“, wenn sie durch das große, portable Tor mit der Aufschrift „Road to Haching“ laufen. Vor ihnen steht der große Pokal, der den meisten Spielern vom Boden bis zur Hüfte reicht.

Dazu kommen die großen sportlichen Geschichten, die das wohl größte E-Jugendturnier der Welt (heuer: 375 Teams) in seinen bisher 28 Auflagen schrieb. Die Bekannteste: Weltmeister Thomas Müller wurde als Zehnjähriger beim Vorrundenturnier in Markt Schwaben entdeckt. Diese Geschichte sorgte (mal wieder) für große Augen bei den acht U11-Landkreisteams, die am Sonntag im Kreisfinale antraten.

Bereits im ersten Spiel sorgte der ASV Glonn – die einzige Mannschaft mit vier Mädchen im Kader – für eine große Überraschung. Dem Druck des Mitfavoriten TSV Ebersberg hielt das Team von Trainer Michael Kneifl stand. Trotz 0:0-Auftakts schafften es die Kreisstädter ins Halbfinale – wo sie den Baldhamer Buben mit 1:4 unterlagen.

Der gastgebende TSV Poing schaffte es auch unter die besten Vier. Der TSV Zorneding zeigte im Halbfinale allerdings seine ganze Klasse (2:0). Die Merkur CUP-Sonderregel, die für drei oder mehr Tore in einem Spiel einen Sonderpunkt vorsieht, bescherten in der Gruppenphase den beiden späteren Finalisten sowie der SpVgg Markt Schwabener Au und den Poinger Buben einen begehrten Sonderpunkt.

Zum sportlichen Geschehen zählen beim Fußball aber nicht nur die Tore. Gerade beim Merkur CUP stehen Fairness und Werte genauso im Mittelpunkt. Gesamtleiter Uwe Vaders betonte bei der Begrüßung „die große Rolle von Respekt und Fairplay im Sport“. Die Spieler nahm er in dieser Sache genauso in die Pflicht, wie deren Trainer, Eltern und Fans. Das Spielfeld sei der Arbeitsplatz der Spieler und Betreuer. Mama und Papa dürften ihren Nachwuchs lautstark und fair vom Spielfeldrand unterstützen. Beleidigungen, Alkohol und Rauchen hätten am Fußballplatz „nichts verloren“, so Vaders. Letzteres fiel so manchem Zuschauer offenbar schwer.

Der Rest ist mittlerweile (fast) selbstverständlich: „Es wird Jahr für Jahr schwieriger, einen Fairnesssieger zu wählen“, sagte Vaders während der Siegerehrung. Alle Mannschaften zeigten sich „in den Kabinen, am Spielfeldrand und am Würstlstand“ als faire und respektvolle Sportler.

Auf dem Platz ging es natürlich trotzdem heiß her. Die sportliche Spitze waren der TSV Zorneding und der SCBV. Das spielerisch starke Finale war ein Hingucker für die Zuschauer. Das Doppelpack des Baldhamers Markus Michal entschied das Endspiel – trotz zwischenzeitlichen TSV-Ausgleichs durch Emir Tunc.

Freuen konnten sich letztendlich trotzdem beide Teams: Sie erhielten je zwei Bälle und CUP-T-Shirts, Sieger SCBV dazu einen Trikotsatz des lokalen Turnier-Partners Raiffeisen-Volksbank Ebersberg und Tickets zum Besuch eines Spiels des FC Bayern in der Allianz-Arena.

SCBV und TSV vertreten den Kreis Ebersberg nun auch im Bezirksfinale (2./3. Juli, Spielort noch offen). Eines haben die beiden Finalisten zudem noch gemeinsam: Sie spielen seit mindestens vier Jahren zusammen. „Ich trainiere das Team seit der G-Jugend. Jeder weiß, was der andere macht“, sagt SCBV-Trainer Christian Schmidt. Sein Gegenüber, Zornedings Coach Johannes Bouacha, konnte dies bestätigen: „Nur weil wir schon so lange zusammenspielen, können wir einen solchen Kombinationsfußball zeigen.“

Und der Ausrichter? Poings Abteilungsleiter Ludwig Auer war während des Turniers tiefenentspannt. „Das Elternteam und die U17 haben den Laden im Griff“, freute er sich und dankte bei der Siegerehrung allen fleißigen Helfern, die den Merkur CUP wieder zu einem Erfolg machten. Zu tun hatten sie jedenfalls genug, weil parallel auch noch ein großes Funino-Turnier mit zahlreichen Mannschaften auf dem Kunstrasen-Platz stattfand.

Der 28. Merkur CUP 2022

ist das weltweit größte E-Jugendturnier. Es wird vom Münchner Merkur sowie dem BFV veranstaltet und von den Premiumsponsoren ESB Energie Südbayern, CEWE, Radio Arabella und uhlsport gefördert. Außerdem unterstützen der FC Bayern München, die SpVgg Unterhaching und der TSV 1860 München das Turnier. Weitere Förderer sind: FC Bayern Erlebniswelt, FC Bayern Frauen, Allianz Arena, Howe, Busreisen Geldhauser, AHD Sitzberger und wg.design. ESB ist auch 2022 Fairplay-Partner des Merkur CUP. (Johannes Piller)

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