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28.03.2011 10:47 (Kommentare)

Merkur CUP 2011: Heuer werden es über 100.000 Teilnehmer

So viel ist klar: Dieses Jahr wird beim Merkur CUP eine Marke geknackt. Wenn im Juli das Finale steigt, haben in 17 Jahren 100.000 Kinder beim Merkur CUP um Punkte und Tore gekämpft.

 

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Als die „Champions League der Neun- bis Elfjährigen“ wird er mittlerweile respektvoll bezeichnet. Der Merkur CUP, das größte E-Jugend- Fußballturnier der Welt, erlebt in diesem Jahr bereits seine 17. Auflage. So verwundert es nicht, dass sich zur Auftaktveranstaltung am vergangenen Freitag mehr als 800 Gäste im Festsaal von Heide-Volm in Planegg versammelt hatten.

Funktionäre, Vereinsvertreter, Sponsoren und Prominente erlebten einen bunten Abend mit vielen bekannten, aber auch einigen neuen Programmpunkten. Bereits der Auftakt etwa stellte eine echte Herausforderung für die etwas betagteren Anwesenden (jenseits der 25) dar: Ein Flash Mob. Das ist eigentlich eine über das Internet verabredete Zusammenkunft mit spontanem Ablauf. Nun, so ganz spontan war dieser Flash Mob zwar nicht, die Showeinlagen der Tanzgruppe „Dance Company“ aber boten den Zuschauern doch beste Unterhaltung mit teils überaus talentierten Nachwuchstänzern. Darüber hinaus führte Moderator Wolfgang Ober routiniert mit bayerischem Einschlag durch ein Programm, das reichlich Vorfreude auf den ersten Anpfiff machte.

In der Siegerliste des Merkur CUP konnten sich zwar erst drei Vereine verewigen, neben den obligatorischen Überraschungsteams verspricht jedoch auch das ewige Duell zwischen „Rot und Blau“ wieder Spannung pur. 8:7 steht es bei den gesammelten Titeln für den FC Bayern gegen den TSV 1860. Durch Siege bei den beiden letzten Austragungen konnten sich die „Roten“ wieder vor den Lokalrivalen setzen. Seit letztem Jahr ist der FC Bayern zudem offizieller Förderer des Merkur CUP. Die Löwen sind dies sogar bereits seit 1995, seit Anbeginn. So machen die beiden Förderer den Titel jetzt auf Augenhöhe aus. Wovon nicht in jeder Altersklasse die Rede sein kann.

In diesem Jahr wird die magische Marke von 100 000 Kindern überschritten, die insgesamt am Merkur CUP teilgenommen haben. Seit 1995 veranstaltet unsere Zeitung gemeinsam mit dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) in Zusammenarbeit mit den langjährigen Partnern und Sponsoren E.ON Bayern Vertrieb, Ensinger Mineral-Heilquellen sowie dem offiziellen Ausrüster uhlsport den Merkur CUP. Einzig im Jahr 2001 konnte sich mit der SpVgg Unterhaching ein dritter Verein in die Siegerliste eintragen und so in die Phalanx der beiden Münchner Großklubs einbrechen. Wird es in diesem Jahr wieder einen Überraschungssieger geben, können die „Blauen“ ausgleichen oder ziehen die Bayern auf 9:7 davon? Erst beim großen Finalturnier am 16. Juli wird diese Frage beantwortet. Doch zuvor stehen zahlreiche Vorrunden- Ausscheidungen, 16 Kreis- sowie vier Bezirksfinalturniere auf dem Programm, um aus insgesamt 422 Mannschaften die acht Final-Teilnehmer zu ermitteln.

Bei der traditionellen Auftaktveranstaltung standen nicht die großen Vereine im Mittelpunkt, sondern die unzähligen Kinder, die mit unbändigem Engagement dem großen Ziel hinterherjagen, eines Tages in die Fußstapfen eines Thomas Müller, Mats Hummels oder Stefan Aigner zu treten. Sind dies doch lediglich drei Namen, deren Karrieren einst beim Merkur CUP ihren Anfang nahmen. Dieser hat sich mittlerweile auch als große Scouting-Bühne etabliert. Insbesondere Talente von kleineren Vereinen können hier auf sich aufmerksam machen, das Saison- Highlight schlechthin bildet der Merkur CUP für sie ohnehin.

 

Tanz in den Frühling

Die Martinsrieder Tanzgruppe „Dance Company“ sorgte für beste Unterhaltung, jedoch auch für verwirrtes Grummeln. Hatten doch einige im Saal noch nie von einem „Flash Mob“ gehört, geschweige denn einen gesehen. Die „Dance Company“ bot dieses Spektakel.

 

Neu: Das Buch der Werte

Über das pure Ergebnis hinaus sollen positive Begriffe wie Teamgeist, Fairness und Toleranz vermittelt werden.

Wenngleich der Merkur CUP mittlerweile ein fester Bestandteil im Terminplan der oberbayerischen E-Junioren- Mannschaften und in seiner Form längst etabliert ist, so gibt es doch in diesem Jahr eine wesentliche Neuerung: Das „Buch der Werte“. Versteht sich doch der Merkur CUP über den Fußball hinaus als eine Veranstaltung mit sozialer Verantwortung.  

In einer mitreißenden Bühnenshow stellte Moderator Uwe Vaders zusammen mit 16 E-Junioren des SV Planegg- Krailling die Eckpfeiler dieses Konzeptes vor. Jedem Vereinsvertreter wurden 20 Ausgaben des „Buch der Werte“ ausgehändigt. Werte wie Toleranz, Verantwortung, Fairness, Teamgeist, Integration sollen „in der heutigen schnelllebigen, oft unpersönlichen und manchmal kalten Welt Orientierung“ schaffen, um nur einen kurzen Auszug aus dem Buch zu zitieren.

Darüber hinaus sollen derartige Werte Kraft geben und die Persönlichkeit prägen. Das Buch sei „für alle Trainer, Eltern, Sponsoren und für alle diejenigen, die Verantwortung für das Wichtigste in unserem Leben haben, unsere Kinder“. Als Vorbild dient hierbei mit Thomas Müller ein mittlerweile gestandener Nationalspieler, der sagt: „Ich wurde beim Merkur CUP entdeckt, heute spiele ich beim FC Bayern, also strengt euch an.“

Wie nötig solch ein Ansatz zumindest in Teilen zu sein scheint, bewies der elfjährige Jonas vom SV Planegg, der auf Vaders’ Nachfrage kundtat, dass „der Trainer oft sehr schimpft, wenn wir wieder einen rechten Scheiß g’spielt haben“. Gerade in diesem Alter sollten freilich andere Werte, wie etwa Spaß und Spielfreude im Vordergrund stehen, nicht nur das bloße Streben nach dem Sieg.

 

Treue Sponsoren - zahlreiche attraktive Preise ausgelobt

Bewährtes soll man bekanntlich möglichst beibehalten. Und beim Merkur CUP ist dies möglich. Zumindest, was die drei Premiumsponsoren betrifft. So werden auch in diesem Jahr E.ON Bayern Vertrieb, Ensinger Mineral- Heilquellen und der offizielle Ausrüster uhlsport dafür sorgen, dass der Merkur CUP in seiner bekannten und unvergleichlichen Form ausgerichtet werden kann. Bereits bei der Auftaktveranstaltung verlosten Bernd Leonhardt von Ensinger und Daniel Berggötz von uhlsport 10 Trikotsätze und 20 Bälle. Auch später wird selbst für den Fall, dass aus einer ruhmreichen Fußball-Karriere nichts wird, allein die Merkur CUP-Teilnahme für jeden einzelnen Buben unvergesslich bleiben. Gibt es doch neben sportlichen Meriten auch zahlreiche attraktive Preise zu gewinnen.

Bereits bei der Auftaktveranstaltung wurden 6300 Urkunden und T-Shirts verteilt. Darüber hinaus sind 272 Eintrittskarten für ein Bundesligaspiel des FC Bayern, 2176 Tickets für eine Zweitligapartie des TSV 1860, 16 signierte und eingerahmte Bayern-Trikots, 324 Merkur CUP-Bälle sowie 17 Sätze Dressen ausgelobt. Aber was ist dies alles gegen ein Tor gegen den FC Bayern oder einen gehaltenen Strafstoß? Das sind die Erinnerungen, die bleiben werden. Die Motivation schmälern werden die Preise jedoch gewiss nicht.

 

Fairplay wird belohnt

Neben dem sportlichen Antrieb, Tore erzielen und Spiele gewinnen zu wollen, soll beim Merkur CUP auch der Fairplay-Gedanke eine entscheidende Rolle spielen. E.ON Bayern Vertrieb belohnt deshalb ab den Kreisfinals die jeweils fairste Mannschaft mit einem kompletten Trikotsatz.  

Zur Ermittlung der Gewinner wird ein ausgeklügeltes, jedoch transparentes System zur Anwendung gebracht. Dabei werden drei Bewertungsebenen berücksichtigt: Der Schiedsrichter, die acht Trainer der beteiligten Mannschaften sowie der Verbandsspielleiter und der Merkur CUP-Vertreter des Verlages. Die Unparteiischen bewerten die fußballspezifischen Kriterien, die Trainer das Verhalten der anderen sieben Mannschaften und schließlich erstellt der Verbandsspielleiter gemeinsam mit dem Vertreter des Münchner Merkur ebenfalls eine Liste der fairsten Teams.

 

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