Das Merkur CUP Finale 2011 in Dachau
Manche kommen, um die imposante Holzdecke aus dem
16. Jahrhundert zu bewundern, die den Renaissancesaal überspannt und die viele
Jahre verschwunden war, ehe sie in den 70er Jahren an ihren angestammten Platz
zurückkehrte. Andere besuchen das Schloss Dachau aber aus anderen Gründen. Weil
man von der Schlossmauer aus bei gutem Wetter zum Beispiel einen traumhaften
Blick auf München und die Alpen genießen kann. Oder weil der Kuchen im
Schlosscafé so gut sein soll. In jedem Fall ist das Wittelsbacher Schloss, das
hoch über der Stadt Dachau auf einem Berg thront, ein lohnendes
Ausflugsziel.
Wer sich im Schloss, im barocken Hofgarten und im kleinen Englischen Garten genug umgesehen hat, der sollte noch
nicht gleich heimfahren. Denn auch die historische Dachauer Altstadt bietet noch
sehr viel Sehenswertes, die schöne Jakobskirche zum Beispiel. Besucher finden
dort in den Straßen und Gassen zudem viele Geschäfte, Kneipen, Cafés, Museen und
Galerien. Und wer willn kann sich von den mehrfach preisgekrönten
Stadtführerinnen die schönsten Plätze zeigen lassen.
Es war an einem Frühlingstag Mitte der 90er Jahre, da widmete ein großes deutsches Sportblatt der Stadt Dachau eine Doppelseite. In jener Woche standen gleich zwei Bundesligateams aus der Großen Kreisstadt in ihrer Tabelle auf Platz eins: die Volleyballer des ASV Dachau und die Männer der Squash Insel Dachau. Tenor des Berichts: In Relation zur Einwohnerzahl verfüge Dachau über eine außergewöhnlich hohe Anzahl an Spitzensportlern.
Und daran hat sich rund 15 Jahre später nicht viel geändert. In der Stadt Dachau gibt es derzeit mit dem Billardsportverein (BSV) einen Erstligisten und ehemalige deutshcen Meister und mit den ASV-Volleyballern einen Zweitligisten. Und auch im Landkreis wird auf höchstem Niveau um Punkte gekämpft. Die Bundesliga-Tischtennis-Damen des TSV Schwabhausen starten demnächst in ihre zweite Saison im Oberhaus, und die Schützen des SV Germania Prittlbach gehören zum Stammpersonal der Luftgewehr-Bundesliga. Hinzu kommen noch etliche überregional erfolgreiche Einzelsportler wie die Tennis-Profis Matthias Bachinger und Peter Gojowczyk, der Rennfahrer Dominik Schwager und die Schwimm-Schwestern Marina und Ramona Sulzmann.
Angesichts dieser geballten Sportmacht verwundert es da nicht, dass die Fußballer rein ligatechnisch in Dachau die zweite Geige spielen. Die Nummer eins in der Region ist seit Jahren der Dorfverein FC Pipinsried, der Jahr für Jahr auf der Zielgeraden das Ticket für ein weiteres Jahr in der Landesliga löst. Die Nummer eins in der Stadt Dachau ist der Bezirksoberligist ASV, dem allerdings der ambitionierte Bezirksligist TSV 1865 den Kampf angesagt hat.
